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Wann
war was das erste Mal?
Auflistung
von A-Z mit ausgesuchten Dingen, über die man sich
selten einmal Gedanken macht. Gefholfen hat uns bei dieser
Auflistung ein Buch mit dem ähnlichen Titel "Was
war wann das erste Mal - Ein vergnügliches Lexikon"
von Patrick Robertson. Leider gibt es das in Geschäften
schon lange nicht mehr zu kaufen. Eine Alternative allerdings
findet man vom ADAC, wir haben diese ganz unten
verlinkt. Ansonsten half Wikipedia.
A
B C D
E F G
H I J
K L M
N O P
Q R S
T U V
W X Y
Z
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Aspirin
Das erste Aspirin wurde im Mai 1899 von der
Firma Bayer in Leverkusen in Pulverform für
den Handel hergestellt. Acidumacetylosalicylicum
["Aspirin" ist der gesetzlich geschützte
Markenname] war schon im Jahr 1853 von dem
Elsässer Chemiker Karl Gerhardt auf synthetischem
Wege hergestellt worden.
Aber
erst 1897 gelang es Felix Hoffman von der
Firma Bayer die Substanz in für therapeutische
Anwendung ausreichender Reinheit zu erzeugen.
Ursprünglich war Aspirin nur in Deutschland
und nur gegen Rezept erhältlich. In Tablettenform,
20 Stück pro Packung, brachte es Bayer
erstmals im Jahr 1915 auf den Markt.
Antibabypille
Die erste Antibabypille wurde von Gregory
Pincus in Shrewsbury, Massachusetts, entwickelt.
Pincus war im jahr 1950 von der Worcester
Foundation for Experimental Biology aufgefordert
worden, wissenschaftliche Forschungen auf
dem Gebiet der Familienplanung anzustellen:
Er sollte ein ideales Verhütungsmittel
finden, das "unschädlich, absolut
zuverlässig, einfach und praktisch zu
handhaben, allgemein anwendbar und ästhetisch"
sei. Fünf Jahre lang arbeiteten Pincus
und sein Kollege John Rock an der Entwicklung
eines oralen Verhütungsmittels, dessen
Hauptbestandteile Progesteron und Östrogen
bildeten. 1954 wurde mit den ersten klinischen
Tests begonnen.
Die erste umfangreiche Versuchsreihe
mit dieser Pille startete man 1956 in den
Slums von San Juan, Puerto Rico, mit 1.308
Frauen, die sich freiwillig zur Verfügung
gestellt hatten. Nach Abschluss der dreijährigen
Testreihe waren von den 830 Frauen, die der
Testgruppe bis zuletzt angehört hatten,
nur 17 schwanger geworden.
Die
erste für den Handel produzierte Antibabypille
hieß Enovid 10 und wurde am 18. August
1960 von der Firma G.D. Searle Drug Co. in
Skokie, Illinois, auf den Markt gebracht.
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Bikini
Der erste Bikini wurde von dem französischen
Modeschöpfer Louis Reard entworfen. Die
Tänzerin Micheline Bernardi führte
ihn auf einer Modenschau am 5. Juli 1946 in
Paris vor, vier Tage nach dem die Amerikaner
eine Atombombe auf dem Bikiniatoll im Pazifischen
Ozean gezündet hatten. Den Namen Bikini
hatte sein Erfinder gewählt, um die Bedeutung
des Allerneuesten zu symbolisieren.
Das
Material des ersten Bikinis war Baumwolle, bedruckt
mit einem Zeitungsmuster. Fotos von Micheline
Bernardi in der neuen Kreation gingen um die
ganze Welt; 50.000 Verehrerbriefe trafen in
der folgenden Zeit bei ihr ein.
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Coca-Cola
Das erste Mal wurde Coca-Cola im Jahr 1886 von
einem Drogisten namens Pemberton zum Verkauf
angeboten. Für Werbung gab er 73 Dollar
und 96 Cent aus; er setzte auf Grund dieser
Werbung 160 Dollar in Verkäufen ab. Etwa
im Jahr 1887 kaufte ein gewisser Asa Candler,
ein Apotheker aus Atlanta, Georgia, das Geschäft
von den Erben Pembertons.
Kurze
Zeit darauf machten ihm Benjamin F. Thomas und
Joseph Whitehead aus Chattanooga den Vorschlag,
Coca-Cola in Flaschen abzufüllen und zu
verkaufen. Er hielt nicht viel von dieser Idee.
Schließlich aber gab er nach, und am 1.
Juli 1899 wurde ein Vertrag unterschrieben,
nach welchem Thomas und Whitehead Abfüllbetriebe
einrichten konnten.
Man
schaltete eine Werbeagentur ein, und unter manch
anderen Werbesprüchen erdachten sie den
folgenden, der in Amerika bald sprichwörtlich
wurde: "Sold at all founts and carbonated
in bottles, 5 cent." Candler verkauften
seinen Betrieb 1919 für 25 Millionen Dollar.
Cornflakes
Das erste essfertige Frühstücksgetreide,
bestehend aus geschrotetem Weizen, wurde von
Rechtsanwalt Henry D. Perky in Denver, Colorado,
im Jahr 1893 hergestellt. Die Idee dazu verdankte
Perky, der magenkrank war, einem Leidensgenossen,
der sich in einem Hotel in Nebraska zum Frühstück
in Milch gekochte Weizenkörner servieren
liess.
Zunächst
wurde das neue Nahrungsmittel nur in Denver
und Colorado Springs verkauft. 1895 gründete
Perky dann die Natural Food Co. und begann in
Worcester, Massachusetts, mit der Fabrikproduktion.
Die ersten Getreideflocken hatten eine körnige
Struktur und wurden von John Kellogg vom Battle-Creek-Sanatorium
in Michigan aus Weizen hergestellt. Die Neuheit
wurde erstmals in der Februarwoche 1895 der
Zeitschrift "Food Health" angekündigt.
Cornflakes
wurden 1898 von Kelloggs Bruder William "erfunden"
und von der Firma Sanitas Food in Battle Creek
hergestellt.
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Dosenbier
Das erste Dosenbier wurde von der Kreuger-Brauerei
in Newark, New Jersey, herausgebracht. Die Dosen
waren wie Fäßchen geformt und wurden
von der American Can Co. erzeugt. Das Dosenbier
kam testweise am 24. Januar 1935 in Richmond,
Virginia, auf den Markt.
Dauerwelle
Die erste Dauerwelle wurde von Karl Ludwig Nessler
erfunden. Nessler wurde im Jahr 1872 in Todtnau
im Schwarzwald geboren, im selben Jahr, in dem
der Pariser Haarkünstler Marcel Grateau
seine "Marcel-Welle" kreierte.
Als er 1901
nach seiner Ausbildung in der Schweiz und Paris
nach London übersiedelte, hatte Nessler
bereits mit Experimenten für eine haltbarere
Welle begonnen. Eines Tages probierte er an
einer Kundin die neue Methode aus, wurde von
seinem Arbeitgeber erwischt und fristlos entlassen.
Er hatte glücklicherweise genügend
finanzielle Mittel, seinen eigenen Salon zu
eröffnen und seinen Apparat zu vervollständigen.
Am
08. Oktober 1906 stellte Nessler seinen Dauerwellenapparat
einem Kreis von geladenen Berufskollegen vor.
Doch trotz, dass das Gerät funktionierte,
wurde es mit Skepsis betrachtet. Die Maschine
war groß, schwerfällig und die Messingwickler
hatten jeweils ein Gewicht von einem Kilo, das
die Kundin auf dem Kopf erdulden musste, die
Prozedur dauerte ganze sechs Stunden und war
obendrein auch noch teuer. Nessler konnte somit
pro Jahr nicht mehr als 70 Kundinnen damit beglücken.
Beim Ausbruch
des Ersten Weltkriegs siedelte er nach Amerika
über und im Jahr 1915 hatte er Glück,
da die gefeierte Tänzerin Irene Castle
den Bubikopf salonfähig machte und Dauerwellen
in große Mode kamen.
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Eheanbahnungsinstitut
(Heiratsvermittlung)
Das erste Eheanbahnungsinstitut war das "Office
of Addresses an Encounters" (Adressen-
und Begegnungsbüro), das Henry Robinson
am 29. September 1650 in London eröffnete.
In einer Ankündigung heißt es: "Interessenten,
die sich selbst oder Freunde verheiraten wollen,
können hier Informationen bezüglich
Personen und Mitgift einholen."
Das erste Paar,
das mittels Computers zueinander gefunden hat,
war Shirley Sanders und Robert Kardell, beide
26 Jahre alt. Diese Computervermittlung fand
im Rahmen einer amerikanischen Fernsehshow ("People
are funny") statt. Das Paar heiratete am
18. Oktober 1959 in Hollywood, die Hochzeitsreise
nach Honolulu wurde ihnen von der Fernsehgesellschaft
bezahlt.
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Fernsehwerbung
Die erste Fernsehwerbung wurde von der Firma
Messrs. Eugène Ltd. aus der Dover Street
in London in Auftrag gegeben. Die "Eugène-Methode"
der Dauerwellen für Damen wurde zwischen
dem 5. und 13. November 1930 auf der Friseurmesse
im Londoner Olympia mit Hilfe von Kabelfernsehen
vorgeführt. Die Zuseher sollten erfahren,
wie "das patentierte Eugène Sachet
ihr Haar in weiche, liebliche und natürliche
Wellen verwandeln würde".
Flagge
auf Halbmast
Die erste Flagge wurde im Juli 1612 an Bord
der "Heartsease" auf Halbmast gesetzt,
als Ehrenbezeugung für Kapitän James
Hall, Leiter einer Expedition auf der Suche
nach der Nord-West-Passage, der an der Westküste
Grönlands von Eskimos ermordet worden war.
Im Logbuch des Schwesternschiffs "Patience"
steht: "Als die 'Heartsease' die 'Patience'
einholte, hing ihre Fahne herab, ein Zeichen,
dass jemand an Bord gestorben war."
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Gleichheitszeichen
(=)
Das erste Gleichheitszeichen (=) wurde von Robert
Record, Mitglied des College All Souls in Oxford
verwendet, und zwar in seiner Algebraschrift
"The Whetstone of Witte", die im Jahr
1557 in London erschien. Er erklärte auch,
warum er gerade dieses Symbol gewählt hatte:
"Keine zwei Dinge können sich mehr
gleichen als zwei parallele Linien."
Glückwunschkarte
Die erste Glückwunschkarte für Geburtstage
und andere Anlässe wurde von W. Harvey
entworfen und von John Thompson im Jahr 1829
in London graviert. Der Entwurf zeigt ein kunstvoll
ausgeschmücktes Medaillon, umgeben von
Schnörkeln und gekrönt von den Worten:
"Für ... zum Jahrestag von ...".
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Horrorfilm
Der erste Horrorfilm war die einspulige Produktion
"Dr. Jekyll and Mr. Hyde" von R. L.
Stevenson, die im Frühjahr 1908 von der
Selig Polyscope Co., Chicago, zum Vertrieg freigegeben
wurde.
Die
Titelrolle wurde von Richard Mansfield gespielt.
Die anderen Mitwirkenden waren die Ensemblekollegen
Mansfields, mit denen er bereits in der von
George Fish im Jahr 1897 verfassten Bühnenversion
mit Luella Forepaugh auf Tournee gegangen war.
Der Film hielt sich genau an das Theaterstück,
sogar der Bühnenvorhang am Anfang und am
Ende wurde mitgefilmt.
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IKEA-Katalog
1951 erschien der erste IKEA-Katalog. IKEA war
damals noch ein Versandhandel und hatte sich
auf Möbel spezialisiert. Es gibt nur ein
Buch, das eine höhere Auflage im Druck
hat, als der IKEA-Katalog und das ist die Bibel.
IKEA ist die Abkürzung für Ingvar
Kamprad Elmtaryd Agunnaryd. Ingvar Kamprad (Vor-
und Nachname des Gründers von IKEA) lebte
in Schweden auf dem Hof Elmtaryd beim nächstegelegenen
Ort Agunnaryd.
Das
erste Möbel, das auseinandergelegt wurde,
um es zuhause aufbauen bzw. in flachen Paketen
verschicken zu können, stammt auch aus
der Geschichte von IKEA, denn Ingvar wollte
mit seinem Photografen und guten Freund einen
Tisch versandfertig verpacken, doch es war etwas
umständlich mit den langen Beinen. In einer
Verzweiflungspause sagte der Freund dann leichthin:
"Wir machen jetzt die Beine ab und legen
sie unter den Tisch." Diese Idee sollte
nicht nur Spruch bleiben - die flachen Pakete
mit den auseinandergeschraubten Möbelteilen
wurden geboren.
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Jeans
Die ersten Jeans wurden im Jahr 1850 von dem
aus Bayern nach Amerika ausgewanderten Levi
Strauss angefertigt. Er kam während des
großen Goldrausches nach San Francisco
und hatte einige Ballen Stoff bei sich, die
er zu Zelten und Wagenplanen verarbeiten wollte.
In dieser Branche
gab es allerdings bereits übermächtige
Konkurrenz. Strauss verdankte einem Schürfer
die Anregung, aus seinem Stoff strapazierfähige
Arbeitshosen zu machen. Der Schürfer beklagte
sich, dass gewöhnliche Hosen bei seiner
Arbeit viel zu schnell durchgewetzt und ruiniert
wurden.
Im
Jahr 1874 wurden erstmals Nieten an den Jeans
angebracht, eine Sitte, die auf eine landläufige
Anekdote zurückgeht: Ein Goldsucher namens
Alkali hatte die Angewohnheit, Gesteinsproben
in den Hosentaschen herumzuschleppen; sein Schneider
kam auf die Idee, die Hosen beim Hufschmied
nieten zu lassen, damit sie länger hielten.
Von den ersten Jeans mit Nieten kostete das
Dutzend (!) 13,50 Dollar.
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Kaffee
Der erste Kaffee wurde etwa 1000 n. Chr. von
dem arabischen Philosophen und Naturwissenschaftler
Avicenna erwähnt. Er nannte das Getränk
"bunc", ein Ausdruck, der noch heute
in Äthiopien gebräuchlich ist. Jahrhunderte
hindurch wurde Kaffee fast ausschließlich
als Medizin verabreicht, erst im 16. Jahrhundert
trank man ihn in den arabischen Ländern
und in Persien.
Kartoffelchips
Die ersten Kartoffelchips wurden 1853 im Hotel
Moon Lake House in Saratoga Springs, New York,
vom Küchenchef George Crum, einem Indianer,
hergestellt. Er
war gebeten worden, eine Beilage zu servieren,
die "dünner als die normalen französischen
Bratkartoffeln" sein sollte. Das neue
Gericht hatte von Anfang an Erfolg und stand
fortan als "Saratoga Chips" täglich
auf der Speisekarte des Moon Lake House.
Binnen
weniger Jahre entwickelte sich eine umfangreiche
kommerzielle Produktion, zunächst in
den Küchen von Privathaushalten, wo ganze
Familien mit der Herstellung, Verpackung und
dem Verkauf von Kartoffelchips beschäftigt
waren.
Kreuzworträtsel
Das erste Kreuzworträtsel wurde von dem
aus Liverpool stammenden Journalisten Arthur
Wynne zusammengestellt und am 21. Dezember
1913 in der Wochenendbeilage der "New
York World" veröffentlicht.
Wynne
arbeitete für die Unterhaltungsseite
und war unermüdlich auf der Suche nach
einem neuen Zeitvertreib für seine Leser.
Eines Tages kam ihm ein vergnügliches
Spiel aus seiner Kindheit wieder in den Sinn,
das sein Großvater mit ihm gespielt
hatte; es hieß "Das magische Quadrat"
und war ein beliebtes viktorianisches Gesellschaftsspiel.
Indem
er die einzelnen Worte durch schwarze Zwischenräume
trennte und 32 Schlüsselwörter angab,
schuf Wynne sein erstes Kreuzworträtsel.
Man brauchte nicht viel Scharfsinn, um die
einfachen Wortdefinitionen zu erraten.
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Luftballon
Die ersten Luftballons verfertigte Michael Faraday
im Zuge seiner Experimente mit Wasserstoff im
Jahr 1824 in London. Faraday schrieb im selben
Jahr im "Quarterly Journal of Science":
"Der Kautschuk
ist überaus elastisch, Beutel aus Kautschuk
wurden durch Einblasen von Luft ausgedehnt,
bis der Kautschuk fast durchsichtig war. Wenn
man sie mit Wasserstoff füllt, entstehen
leichte Ballons mit bemerkenswertem Auftrieb
..."
Faraday fertigte
sich seine Luftballons selbst an, indem er zwei
runde Scheiben aus einem Stück Kautschuk
ausschnitt und deren Ränder zusammenpresste.
Wegen der Pappigkeit des Kautschuks klebten
die Ränder von selbst, das Innere des Ballons
wurde mit Mehl bestäubt, um ein Verkleben
zu verhindern.
Spielzeugballons
wurden im Jahr 1825 von Gummipionier Thomas
Hancock eingeführt und als Do-it-yourself-Packung
angeboten.
Vulkanisierte
Luftballons, die im Gegensatz zu ihrem Vorläufern
temperaturunempfindlich waren, wurden das erste
Mal im Jahr 1847 von J. G. Ingram in London
hergestellt. Sie können als die Vorläufer
der heutigen Kinderballons gelten.
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Monopoly
Das erste Monopoly wurde zwischen 1931 und 1933
von dem arbeitslosen Heizungsingenieur Charles
Darrow aus Philadelphia ersonnen. Als er es
der führenden amerikanischen Spielzeugfirma
Parker Bros. in Salem, Massachusetts, anbot,
wurde er mit der Erklärung abgewiesen,
das Spiel sei zu kompliziert, um ein Verkaufserfolg
zu werden.
Im
Jahr 1934 ließ Darrow in Philadephia trotzdem
5.000 Exemplare seines Spiels auf eigene Kosten
anfertigen, die bei der heimischen Bevölkerung
so gut ankamen, dass das Unternehmen Parker
Bros. seine erste Entscheidung revidierte.
Zu
Weihnachten 1935 brachte es das Spiel auf den
Markt, zunächst mit mäßigem
Erfolg. Aber noch ehe die Feiertage vorüber
waren, war ganz Amerika vom Monopolyfieber angesteckt.
Monopoly wurde zum meistgekauften Brettspiel
aller Zeiten, man schätzt die Verkaufsziffer
auf fast 70 Millionen Stück. Die jährliche
Auflage von Monopolygeld überschreitet
den Gesamtausstoß der US-Schatzkammer.
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Nylon
Das erste Nylon wurde in den Forschungslaboratorien
des amerikanischen Chemiegiganten E. I. Du Pont
de Nemours & Co. (Inc.) unter der Leitung
von Wallace Carothers entwickelt und am 16.
Februar 1937 zum Patent angemeldet.
Das erste für
den Handel hergestellte Nylonmaterial waren
Borsten für Zahnbürsten, die in der
Du-Pont-Anlage von Arlington, New Jersey, am
24. Februar 1938 in Produktion gingen.
Nylongarn wurde
von Du Pont seit 15. Dezember 1939 in Seaford,
Delaware, erzeugt und von verschiedenen Wirkwarenunternehmen
zu Strümpfen weiterverarbeitet. Nach gemeinsamer
Absprache der Händler wurden die diversen
Fabriksmarken alle am gleichen Tag, nämlich
am 15. Mai 1940, in den USA auf den Markt gebracht.
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Oktoberfest
Das erste Oktoberfest wurde am 17. Oktober 1810
anlässlich der Vermählung des bayrischen
Kronprinzen Ludwig, des späteren Königs
Ludwig I., mit der herzoglichen Prinzessin Therese
von Sachen-Hildburghausen gefeiert.
Das Fest dauerte
15 Tage. Ganz München war auf den Beinen:
Im Jahr 1801 hatte München mit seinen Vororten
49.000 Einwohner, beim ersten Oktoberfest zählte
man 40.000 Besucher.
Das Fest fand
so großen Anklang, dass man beschloss,
es im nächsten Jahr zu wiederholen und
die Feststätte "Theresienwiese"
zu nennen. Im nächsten Jahr wurde am Oktoberfest
bereits eine Tierschau und eine Prämierung
von Zuchtvieh abgehalten; als weiteren Programmpunkt
gab es in späteren Jahren unter anderem
noch die Auszeichnung ackerbaulicher Erzeugnisse.
Die ersten Bierzelte wurden erst im Jahr 1818
aufgestellt.
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Puzzle
Der erste Hinweis auf ein Puzzle findet sich
in einem 1763 in London erschienenen Wissenschafts-
und Kunstführer. Darin wird ein John Spilsbury
angeführt, seines Zeichens "Graveur
und Zerleger von Landkarten aus Holz, zur Erleichterung
des Geographieunterrichts".
Das älteste
erhaltene Puzzle ist eine handkolorierte, gravierte
Landkarte von "England und Wales, unterteilt
in ihre Grafschaften", die im Jahr 1767
von John Spilsbury herausgegeben wurde. Jede
Grafschaft war ein Teil für sich. Spilsbury
produzierte ungefähr 30 verschiedene in
Teile zerschnittene Landkarten, ehe er diesen
Broterwerb im Jahr 1782 zugunsten eines Zeichenlehrers
an der Schule von Harrow aufgab.
Bilderpuzzels
tauchten gegen Ende des 18. Jahrhunderts in
England auf. Die Darstellungen zeigen u. a.
Reiter, die Bastille (innen und außen
mit Ratten!), Soldaten oder eine Kuhmagd, die
ihren Galan einen Krug frischer Milch anbietet.
Polizistin
Die erste Polizistin mit voller Amtsgewalt und
in Uniform war die ehemalige Sozialarbeiterin
Alice Stebbins Wells, die am 12. September 1910
in Los Angeles ihren Dienst antrat.
Mrs.
Wells erhielt an ihrem ersten Arbeitstag ein
Buch mit Dienstvorschriften, eines über
Erste Hilfe und eine Polizeimarke. Mitglieder
der Polizeitruppe waren damals berechtigt, unter
Vorweis ihres Dienstzeichens die Straßenbahnen
im oder auf dem Weg zum Dienst kostenlos zu
benutzen. Da
sie von den Schaffnern ständig verdächtigt
wurde, die Marke ihres Ehemannes zu missbrauchen,
machte Mrs. Wells ihrem Vorgesetzten eine dementsprechende
Meldung. Die Folge davon war, dass sie sich
mit dem Abzeichen "Polizistinnenmarke Nr.
1" ausweisen konnte.
Die
allgemeine Ungläubigkeit, dass sie tatsächlich
mit allen Vollmachten eines Polizeibeamten ausgestattet
war, verlor sich allmählich, als sie begann,
eine Uniform zu tragen, die sie selbst entworfen
hatte. (Weibliche Polizisten waren Hauptgegenstand
von Witzen in den wöchentlichen Comics
seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.)
Der
Arbeitsbereich von Mrs. Wells umfasste die Aufsicht
über Tanzlokale, Rollschuhbahnen, Freilichtvorführungen
und ähnliche öffentliche Unterhaltungsstätten,
wo sie dafür zu sorgen hatte, dass die
Verordnungen befolgt wurden. Zu ihren Amtspflichten
gehörte es ferner, vermisste Personen zu
suchen und ratsuchenden Frauen im Rahmen der
Polizei liegenden Informationen zur Seite zu
stehen. Kurz nach ihrer Einstellung wurde verfügt,
dass kein junges Mädchen von einem männlichen
Beamten verhört werden dürfe. In der
Verordnung hieß es:
"Diese
Tätigkeit ist ausschließlich Polizistinnen
vorbehalten, die aufgrund ihres Verständnisses
und ihres weiblichen Einfühlungsvermögens
besser das Vertrauen ihrer jüngeren Schwestern
gewinnen können."
Neben der Erfüllung
dieser Pflichten war Mrs. Wells auch eifrig
bemüht, die Notwendigkeit von weiteren
weiblichen Polizisten zu propagieren. Der Erfolg
dieser Bemühungen ist daraus ersichtlich,
dass im Jahr 1916 bereits 17 Polizeistationen
in den USA Polizistinnen beschäftigten.
In
einer Anzahl von Fachbüchern wird die Meinung
vertreten, dass die erste Polizistin der Welt
eine gewisse Marie Owen gewesen sein soll, die
angeblich im Jahr 1893 von Superintendent Morgan
A. Collins von der Detroiter Polizei eingestellt
wurde. Es soll an dieser Stelle festgehalten
werden, dass die Polizei in Detroit diese Behauptung
zurückweist, da sich in ihren Akten keinerlei
Hinweis auf eine Marie Owen findet; auch einen
Superintendenten namens Morgan A. Collins hat
es laut Akten nie gegeben.
In
Deutschland wurden die ersten weiblichen Polizisten
im Jahr 1923 ausgebildet, und zwar durch die
Initiative einer äußerst rührigen
englischen Polizeibeamtin namens Mary Allen,
die im Jahr 1914 der Polizei beitrat und im
Jahr 1919 bereits zum Kommandanten avanciert
war. Zwischen
den beiden Weltkriegen unternahm Miss Allen
ausgedehnte Reisen, unter anderem nach Ägypten,
um in anderen Ländern die Gründung
von weiblichen Polizeikorps voranzutreiben.
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Q-Tips
(Wattestäbchen)
1926 wurden die Wattestäbchen, die von
Leo Gerstenzang erfunden wurden, unter dem Namen
"Q-tips" vertrieben. Das "Q"
steht für "Qualität" und
"tips" für die Enden aus Kunststoff-
oder Baumwollwatte (engl. tip, "Spitze,
Ende"). Dieser Name hat sich nach Art eines
Begriffsmonopols eingebürgert.
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Regenschirm
Der erste Regenschirm ist in einer Inventarliste
König Ludwigs XIII. von Frankreich genannt,
die im Jahr 1637 aufgestellt wurde. Die Liste
weist aus: "Elf Sonnenschirme aus Taft
in verschiedenen Farben, drei Regenschirme aus
Wachstuch, an der Unterseite mit Gold- und Silberspitze
besetzt". In diesem Inventar wird zum ersten
Mal der Sonnenschutz, der schon in alten Kulturen
bekannt war, vom Regenschutz unterschieden.
Höchstwahrscheinlich
benutzten weder der König noch seine Höflinge
diese schmuckreichen Schirme, aber es ist vorstellbar,
dass seine schöne Gemahlin Anna von Österreich
sich unter einem schützenden Baldachin
aus geölter Seide auf Reisen begab und
dergestalt eine Mode begründete, die von
den Damen Frankreiches eifrig nachgeahmt wurde.
Die Abneigung
der Männer, Regenschirme zu benutzen, wurde
in Frankreich früher als in anderen europäischen
Ländern aufgebeben. Der Pariser Schirmmacher
Marius stellte im Jahr 1715 den ersten Taschenschirm
mit zusammenklappbarem Schaft her und pries
seine Neuheit mittels illustrieter Plakate an,
auf denen eine elegante Dame ein reichverziertes
Modell trägt, während ein Herr mit
einem Dreispitz einen schlichten Schirm emporhält.
Die früher
üblichen, unattraktiven Regenschirme aus
Wachstuch mit vorspringenden Walfischbeinen
wurden im 19. Jahrhhundert durch feinere, elegantere
Modelle abgelöst.
Die Pariser
Firma Odiot begann im jahr 1829 mit der Erzeugung
von qualitativ hochwertiger Schirmseide. Auch
das Gewicht der Schirme wurde von etwa 1,5 kg
(Mitte des 17. Jahrhunderts) 200 Jahre später
auf 0,4 kg gesenkt, allerdings auf Kosten der
Elastizität der Rahmen.
Samuel Fox aus
Stockgbridge in Yorkshire löste im Jahr
1852 als erster das Problem mit der Einführung
der gefurchten Stahlrippen. Seit dieser Zeit
gab es keine einschneidende Veränderung
der Grundkonstruktion der Regenschirme mehr.
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Senf
Der erste pastenartige Senf wurde im Jahr 1720
für den Handel von einer gewissen Mrs.
Clements aus Durham hergestellt und in London
verkauft. Er
wurde in Steinguttöpfen angeboten, die
mit alten Dokumenten aus Pergament bedeckt waren.
Senf war schon seit dem Mittelalter bekannt,
aber nur in Form von Senfkörnern.
Senf
war schon vor 3000 Jahren in China als Gewürz
geschätzt. Über Kleinasien gelangte
er nach Griechenland, wo er im 4. Jahrhundert
v. Chr. als Heilmittel bekannt war. Das erste
überlieferte Rezept zur Senfzubereitung
verfasste der Römer Columella im 1. Jahrhundert
n. Chr. Im
8. Jahrhundert wird Senf in einer Schrift Karls
des Großen erstmals in Mitteleuropa erwähnt
und wurde – von arabischen Pflanzungen
in Spanien aus verbreitet – an den europäischen
Tafeln bald zu einem wichtigen Gewürz.
So
ernannte Papst Johannes XXII. einen seiner Neffen
zum "Grand moutardier du pape" –
zum "Großen päpstlichen Senfbewahrer".
Vor der breiten Verfügbarkeit von Pfeffer
und später auch Chili waren Senf und Meerrettich
die einzigen scharfen Gewürze, die europäischen
Köchen zur Verfügung standen –
entsprechend weit verbreitet waren sie.
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Taschenlampe
Die erste elektrische Taschenlampe war eine
viereckige, blullaugenförmige Laterne,
die im Jahr 1891 von der Electric Lamp Co. in
Briston hergestellt wurde. Ihre Leuchtstärke
war 2 Candelar. Inklusive Batterie hatte die
Lampe ein Gewicht von ca. 1kg. Den ersten großen
Auftrag erhielt die Firma von der Bristoler
Omnibusgesellschaft, die zu Beginn des Jahres
1892 50 Stück für die Fahrscheinkontrolleure
bestellte.
Die erste zylindrische
Taschenlampe wurde im Jahr 1898 von dem New
Yorker Unternehmen American Electric & Novelty
Manufacturing Co. (später American Everready
Co.) erzeugt. Das erste Modell, das auf den
Markt kam, bestand aus seiner Pappröhre
mit Megallverschlüssen, hatte einen Messingreflektor,
aber kein Glas.
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Unterhose
Der Vorläufer der heutigen Unterhose ist
die mittelalterliche Brouche, eine Art sehr
weiter, langer Unterhose an deren Gürtel
die Beinlinge angenestelt waren. Im Laufe der
Zeit wurden die Beinlinge länger und entwickelten
sich zur enganliegenden Hose, zeitweise mit
Schamkapsel, die weite und lange Brouche wurde
dabei enger und kürzer.
Um
1870 kam die lange Unterhose auf. Der Vorderschlitz
wurde nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt.
Frauen
trugen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts generell
keine Unterhose; allenfalls trugen Bäuerinnen
eine Hose als Kälteschutz unter dem Kleid.
Wobei es hier Überlieferungslücken
geben könnte, da sich keine Schriften oder
Bilder finden, die sich näher mit dem als
profan empfundenen Thema Unterbekleidung beschäftigen.
Etwa 1805 gab
es die ersten "Beinkleider" für
Damen, die bis unters Knie oder bis an die Knöchel
reichten und weit geschnitten waren. Sie waren
aus Leinen oder Baumwolle und im Schritt offen.
Nach 1840 war die Unterhose für eine Dame
Pflicht; die unteren Schichten gingen jedoch
weiterhin "unten ohne". Gegen Ende
des 19. Jahrhunderts war die weibliche Unterhose
sehr weit geschnitten wie eine Pluderhose. Ab
1877 gab es einteilige Kombinationen wie die
Hemdhose oder die "Unterrockhose".
Der Slip/Schlüpfer wurde 1914 eingeführt.
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Verkehrszeichen
Die ersten Verkehrszeichen, die landeseinheitlich
die Verkehrsteilnehmer auf Gefahrenstellen aufmerksam
machten, wurden im jahr 1903 auf Veranlassung
der Association Generale Automobile in Frankreich
eingeführt.
Die Schilder
bestanden aus einem schwarzen Rechteck, auf
dem in weißer Farbe die jeweiligen Symbole
aufgemalt waren. Noch bis heute in Verwendung
sind die Hineweise: Rechtskurve, Linkskurve,
Brücke, Bahnübergang und steiles Gefälle.
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Weihnachtsbaum
Die Aussage, dass die erste urkundliche Erwähnung
eines Christbaumes aus dem Jahre 1419 stammt,
ist weit verbreitet, kann allerdings mittlerweile
nicht mehr durch Quellen belegt werden. Die
Freiburger Bäckerschaft soll nach dieser
unbelegten Aussage einen Baum mit allerlei Naschwerk,
Früchten und Nüssen behängt haben,
den die Kinder nach Abschütteln an Neujahr
plündern durften.
Von
1521 datiert ein Eintrag in einem Rechnungsbuch
der Humanistischen Bibliothek in Schlettstadt:
"Item IIII schillinge dem foerster
die meyen an sanct Thomas tag zu hieten"
(4 Schillinge dem Förster zu bezahlen,
damit er ab dem St. Thomastag die Bäume
bewacht). Ab dieser Zeit steht der Weihnachtsbaum
in den Häusern der vornehmen Bürger
als weihnachtlicher Schmuck.
Von
1539 gibt es wieder einen urkundlichen Beleg,
dass im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum
aufgestellt wurde. Die Zünfte und Vereine
waren es schließlich, die ein immergrünes
Bäumchen in die Zunfthäuser stellten.
Die ersten Aufzeichnungen über den Christbaum
als einen allgemein üblichen Gebrauch stammen
aus dem Jahre 1605. Wieder ist es ein Elsässer,
der die entscheidenden Zeilen festgehalten hat.
Er schreibt: "Auff Weihnachten richtet
man Dannenbäume zu Straßburg in den
Stuben auf. Daran henket man Roßen auß
vielfarbigem Papier geschnitten, Aepfel, Oblaten,
Zischgold und Zucker". 1611 schmückte
Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien den
ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen.
Weihnachtsbaum
am Potsdamer Platz (Winter 2005). Auch die nächste
Nachricht über den Weihnachtsbaum stammt
aus Straßburg und wird dem Theologen J.
K. Dannhauser zugeschrieben. In dieser zwischen
1642 und 1646 verfassten Schrift ereifert sich
der Genannte gegen den Brauch, in den Häusern
Weihnachtsbäume aufzustellen. Er schreibt:
"Unter anderen Lappalien, damit man
die alte Weihnachtszeit oft mehr als mit Gottes
Wort begehet, ist auch der Weihnachts- oder
Tannenbaum, den man zu Hause aufrichtet, denselben
mit Puppen und Zucker behängt, und ihn
hernach abschüttelt und abblühen (abräumen)
lässt. Wo die Gewohnheit herkommt, weiß
ich nicht; ist ein Kinderspiel".
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Das
Xylophon
(griech.: xylos - Holz; phone - Stimme) ist
ein traditionelles Schlaginstrument, das seine
primitiven Ursprünge in Asien hat und in
Afrika weiterentwickelt wurde. Es gehört
zur Familie der Stabspiele (engl. Mallet-Percussion),
zu deren wichtigsten Vertretern in Europa neben
dem Xylophon das Marimbaphon (Marimba), das
Glockenspiel und das Vibraphon zählen.Bereits
Anfang des 16. Jahrhunderts war es in Deutschland
als "Hölzernes Gelächter"
bekannt.
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Yale
University
Die Yale-Universität ist nach der Harvard
University in Cambridge (Massachusetts) und
dem College of William and Mary in Williamsburg
(Virginia) die drittälteste amerikanische
Hochschuleinrichtung. Yales Anfänge liegen
im Beschluss An Act for Liberty to Erect a Collegiate
School des General Court der Kolonie Connecticut
vom 9. Oktober 1701, wonach eine Kollegschule
errichtet werden soll.
Bald
danach stiftete eine Gruppe von 10 Kongregationalisten
ihre als Harvard-Schüler erhaltenen Materialien
der Einrichtung als Grundstock für die
Bibliothek. Die Harvard University war Jahre
vorher die einzige Hochschule in Nordamerika.
Yale wurde gegründet, um Führungspersonen
auszubilden. Die ursprünglich Collegiate
School genannte Anstalt eröffnete ihren
Lehrbetrieb im Haus ihres ersten Rektors Abraham
Pierson in Killingworth, heute Clinton (Connecticut).
1716
zog die Collegiate School nach New Haven um
und wurde 1718 aufgrund einer umfangreichen
Spende von Elihu Yale in Yale College umbenannt.
Yen
(japanische Währung, yen
= runder Gegenstand)
Der Yen wurde 1871 von der Meiji-Regierung als
Währung nach europäischem Vorbild
eingeführt. Er löste das komplizierte
Währungssystem der Edo-Zeit ab.
Wechselkurs
zum US-Dollar seit 1950Die Neue Währungsverordnung
von 1871 machte die Verwendung des Dezimalsystems
zur Bedingung und unterteilte den Yen in 100
Sen und 1000 Rin. Die Münzen wurden nach
westlichem Vorbild in runder Form geprägt.
Der Wert eines Yen wurde gesetzlich mit dem
Wert von 26,956 Gramm (0,8667 Feinunzen) Silber
festgelegt, diese Festlegung ist auch heute
noch gültig. Die Verordnung schrieb auch
vor, dass der Yen durch Goldreserven gedeckt
war.
Nach
dem Zweiten Weltkrieg wurde der Yen fest an
den US-Dollar gekoppelt, mit einem Kurs von
360 Yen für einen US-Dollar. Die Sen- und
Rin-Münzen wurden 1954 aus dem Umlauf genommen
und sind heute nur noch von rechnerischer Bedeutung.
Seit
dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems
1973 wird der Wert des Yen vom freien Währungsmarkt
bestimmt.
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Zahnbürste
Archäologische Funde in altägyptischen
Gräbern aus der Zeit um 3.000 v. Chr. belegen,
dass die früheste uns bekannte Zahnbürste
ein kleiner Stock zum Kauen war. Es war das
dünne Stück eines Astes, das an einem
Ende zerfasert wurde. Bei einigen Naturvölkern
sind solche Kaustöckchen noch heute in
Gebrauch (z. B. Miswak).
Im
Kaiserreich China wurden um 1500 Zahnbürsten
mit Borsten entworfen, die allerdings die Form
eines Pinsels hatten. Die Borsten stammten aus
dem Nacken von Hausschweinen und wurden an Stielen
aus Bambus oder Knochen befestigt. Um das Jahr
1500 gab es in Deutschland Reinigungssets aus
Knochen, in denen eine Zahnbürste zusammen
mit einem Ohrlöffel und einem Zahnstocher
montiert war, wie ein archäologischer Fund
aus Lübeck zeigt.
In
Europa bevorzugte man wohl das weichere Pferdehaar
als Bürstenmaterial, denn der französische
Arzt Pierre Fauchard, der als Vater der modernen
Zahnheilkunde gilt, äußerte sich
in seinem Lehrbuch von 1728 abfällig über
die wirkungslosen, weil viel zu weichen, Zahnbürsten
aus Rosshaaren. Zu der Zeit wurden die Zähne
überwiegend mit Schwämmen oder Läppchen
gereinigt.
Im
deutschen Sprachraum wird die Zahnbürste
1700 zum ersten Mal von Vhr. Hellweg schriftlich
erwähnt. Der Engländer William Addis
gründete 1780 die erste Firma, die Zahnbürsten
professionell aus Kuhknochen und -borsten herstellte.
Die
Zahnbürste war ein Luxusgut der Wohlhabenden.
Mit der Erfindung des Nylons wurde 1938 die
billige Massenherstellung von Zahnbürsten
ermöglicht. Diese erste Generation von
Zahnbürsten war jedoch noch so hart, dass
sie das Zahnfleisch verletzen konnten und daher
kaum zu empfehlen waren. Erst 1950 war weicheres
Nylon verfügbar, das sich besser eignete.
Zahnpastatube
Die ersten faltbaren Zahnpastatuben wurden im
Jahr 1892 von dem Zahnarzt Washington Sheffield
in New London, Connecticut, hergestellt und
später in seinem Unternehmen Sheffield
Tube Corp. erzeugt.
Die ersten faltbaren
Tuben wurden allerdings schon mehr als 50 Jahre
früher, und zwar im Jahr 1841, vom amerikanischen
Künstler John Rand zum Patent angemeldet.
Sie wurden jedoch zur Verpackung von Ölfarben
von der Firma Devoe & Reynolds verwendet.
Die erste Kunststofftube
wurde von der Firma Bradley Container Corp.
in Delaware im Jahr 1953 hergestellt, und zwar
für die Sonnencreme "Sea and Ski".
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Was
war wann das erste Mal?
Ein vergnügliches Lexikon
Autor: Patrick Robertson
ISBN: 3 8000 3142 6
Verlag: Ueberreuter
Verkauf: nur noch gebraucht |
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Was
war wann das erste Mal?
Verlag: Adac Kartografie (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3899050943
ISBN-10: 3899050940 |
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