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Schülerzeitung des Kopling Kollegs Freiburg

 

 

Filmrezension

Mamma Mia - Der Film

News der Schülerzeitung des Kopling Kollegs Freiburg
Mamma Mia - Der Film

Mamma Mia - Der Film
Genre: Musical/Komödie
Thema: ABBA-Hits
FSK: ab 0 Jahren
Start: 17.07.2008
Land: USA/Großbritannien 2008
Länge: 109 Minuten
Verleih: Universal
Original: Mamma Mia
Homepage: www.mamma-mia-film.de
Offizielle ABBA-Seite: www.mamma-mia.com
Offizielle YouTube-Seite: mammamiamovie


Besetzung:

Meryl Streep (Donna), Pierce Brosnan (Sam Carmichael), Colin Firth (Harry Bright), Amanda Seyfried (Sophie), Stellan Skarsgård (Bill), Julie Walters (Rosie), Christine Baranski (Tanya), Dominic Cooper (Sky)

Gesehen von:
Kolja, Suzan, aBraXaS am: 17.07.2008

Englisch:

Einleitung/Inhalt:
Donna, die alleinstehende Mutter der heiratswilligen Sophie, führt ein altes Kloster auf einer griechischen Insel als Hotel. Sophie hilft ihr tatkräftig und plant mit Sky, ihrem Verlobten, nicht nur ihre Hochzeit, sondern auch eine feste Unterstützung, das Hotel aus seiner etwas schwierigen, finanziellen Lage zu holen. In den Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit läd Sophie ohne das Wissen ihrer Mutter drei Männer ein, die, wie sie heimlich in Donnas Tagebuch gelesen hat, alle zu gleichen Teilen ihr Vater sein könnten, den sie bisher nie kennengelernt hat. Sophie möchte herausfinden, welcher ihr Vater ist und glaubt, dass sie es fühlen könne. Ganz so einfach ist es dann allerdings nicht und sie ist auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen - doch ganz anders, als man vermuten möchte ...

Kolja:

Humor
Action
Spannung
Anspruch
Gefühl
Erotik
Musik/Spaß

Mamma Mia - was für ein Film! Zuerst war ich sehr skeptisch, habe zu Hause schon immer gerne die Lieder der vier Schweden gehört, mitgesungen und mich gut gefühlt. Jetzt sollte das Musical zur Band verfilmt sein? Gut, dachte ich, lässt Du Dich einfach mal drauf ein. Was aber dann folgte, damit hatte ich im Leben nicht gerechnet!

Als das erste Lied angestimmt wurde, packte es mich. Gänsehaut über Gänsehaut huschte über meinen Rücken, während die Schauspieler mit einer grandiosen Natürlichkeit ihre Stimmen präsentierten, einladend tanzten und mit süßlich-frechem Charme die Geschichte des Films weitertrugen, welche zwar nicht sehr tiefgründig war, aber immerhin liegt hier der Schwerpunkt ja auch auf den prägsamen Liedern!

Wenn man ABBA von früher kennt, man vielleicht mit dem ein oder anderen Lied aufgewachsen ist, und dieses spezielle ABBA-Gefühl in sich trägt, kann man kaum still sitzen! Es ergreift einen, ermutigt zum Mitfeiern und Spaß haben. Die Stimmung fesselt, fordert mehr - am liebsten würde man vom Kinositz aufspringen und durch die Leinwand mitten ins Geschehen springen.

Aber auch jeder, der mit ABBA vielleicht nicht wirklich etwas anzufangen weiß, kann von der Leichtigkeit getragen und im Strom der Freude mitgerissen werden. Immer wenn ich nun einen ABBA-Song höre, versetzt es mich zurück in die ergreifende Stimmung und mich überkommt eine Fröhlichkeit, die mich zum Strahlen bringt und abermals zum Mitsingen animiert!

Fazit:
Es gibt nur eins zu sagen: The winner takes it all.
Ich fühle mich nach dem Schauen wie ein Gewinner!

 

Suzan:

Humor
Action
Spannung
Anspruch
Gefühl
Erotik
Musik/Spaß

Man muss nicht unbedingt ABBA-Fan sein, um diesen Film zu sehen. Die Besetzung überrascht - die Stars SINGEN und TANZEN alle selbst!!! Die Geschichte ist sehr lustig gemacht und hat - Hollywood sei Dank - ein Happy-End.

Eine besondere Augenweide: Am Schluss sieht man die Stars in Glitzeranzügen à la ABBA - ganz besonders sticht Ex-007 hervor ...

 

aBraXaS:

Humor
Action
Spannung
Anspruch
Gefühl
Erotik
Musik/Spaß

Ein Film voller Gänsehaut, ein Film voller wunderbarer Musik, ein Film, der Freude schenkt und der vor allem ganz schön viel Spaß macht!

Der Gänsehauteffekt stellt sich schon beim ersten Song ein, der perfekt und im wahrsten Sinne des Wortes in Szene gesetzt wird. Eine wunderschöne Kulisse in Griechenland. Farbenfroh und fröhlich präsentiert sich diese, sodass der Kinobesucher in eine richtige Urlaubsstimmung kommt und am besten sofort den Sommer in all seiner Pracht am Meer genießen möchte. Somit wird die Umgebung komplett auf die ABBA-Songs abgestimmt, die gefühlvoll und stimmgewaltig schon immer mitreißen konnten.

Eindrucksvoll sind auch die Stimmen der Schauspieler, von denen man genau das gar nicht erwartet hätte. Vor allem Amanda Seyfried (Sophie) glänzt mit glockenklaren Tönen. Pierce Brosnan (Sam) ist ein unglaublich ernsthafter Sänger und man nimmt ihm alles ab, was er zu "sagen" hat. Dazu kommt, dass er der perfekte Gesangspartner für Meryl Streep (Donna) ist, vor allem in den harmonischen, ernsthaften und melancholisch angehauchten Songs.

Meryl Streep selbst zeigt ihre Emotionen eben vor allem in diesen Songs überaus deutlich, wohingegen sie mir in den eher lustig-fröhlichen von der schauspielerischen Leistung nicht so sehr gefällt. Sie wirkt burschikos, was annehmen lässt, dass dieser Effekt so gewollt ist, allerdings so übertrieben, dass er mir zu überzogen ist. Es hat einen kleinen Karaoketouch, den ich versucht habe zu übersehen, der allerdings in kleinen Stellen aber weiterhin und immer wieder auffällt und sich selbst ins Gedächtnis zurückbringt. Das mag daran liegen, dass Meryl Streep, trotz verschiedener Komödien, in denen sie mittlerweile gespielt hat, noch immer einen Divenstatus besitzt.

Trotz allem ist es eine gute schauspielerische Leistung, die sie vollbringt, und die ebenso zeigt, dass sie auch ganz anders kann. Schade finde ich dennoch, dass sie unglaublich alt wirkt. Gut, abzustreiten ist nun einmal nicht, dass sie auch schon alt ist, aber gegen Ende des Filmes zeigt sich, dass sie sehr wohl nicht so alt aussehen muss, wie sie am Anfang des Filmes ausgesehen hat. Mitunter soll natürlich auch eine Wandlung in ihr gezeigt werden, doch das kommt so undeutlich heraus, dass es diese überhaupt gibt, dass es einfach nicht miteinander harmonieren will.

Unglaublich schön sind allerdings ihre Blicke in ernsthafteren, emotionaleren Szene, vor allem im Hinblick auf die Mutter-Tochter-Beziehung, die in hübschen Bildern und eindeutigen Ausschnitten, natürlich untermalt von einem ABBA-Song, der mir bist dato unbekannt war, dargestellt wird. Sehr eindrucksvoll ist auch "Does your Mother know" - hier bewies sie unsäglichen Esprit, wie auch "The Winner takes ist all" gemeinsam mit Pierce Brosnan.

In dieser Szene kommt sehr eindrucksvoll rüber, dass es überhaupt nicht stört, wenn einer den anderen "besingt". Brosnan und wohl auch die Regie zeigt in perfekter Handhabung, dass der "Besungene" sich harmonisch in die Szene einfinden kann, ohne das Gefühl zu vermitteln, nicht zu wissen, was er tun oder wohin er mit sich soll. Und in eben dieser Szene in den letzten Tönen von Meryl Streep, ist in einer winzigen zitternden Handbewegung eine so riesige Emotion gefangen, dass allein diese Geste schon alles aussagt. Wundervolle schauspielerische Leistung, eine Kleinigkeit, auf die man nicht zwingend achtet, die einem aber dennoch auffällt.

Meryl ist definitiv eine Heldin der unsterblichen Vergänglichkeit, des Widerspruchs und der Zusammenfügung von Vergangenheit, Gegenwart und einer Ahnung voll Zukunft, und ihr Lächeln reißt mit, auch wenn man, wie ich, kein Meryl-Streep-Fan ist.

Eindrucksvoll sind auch alle Musikszenen, die mit einem Meer an Begleitsängern gesungen und gespielt werden. Die Synchronisation reißt mit und stiftet an, sich aus seinem Sitz zu erheben, um mittanzen zu können.

Grundsätzlich kann natürlich nicht erwartet werden, dass ein Film, der auf einem Musical basiert, eine wirklich tiefgründige Geschichte vorzuweisen hat, doch die Geschichte von Mamma Mia war für einen Kinofilm einfach dennoch etwas flach, auch wenn die winzige Anspielung des Brunnens der Aphrodite unter dem Haus einen kleinen roten Faden durch die Geschichte zog, auf den man anfangs überhaupt nicht achtet.

Die Story allerdings war trotz allem abgerundet, leicht zu überblicken und ohne große Verwirrungen oder immer tiefer verstrickte Missverständnisse. Diese blieben aus, was es letztendlich doch sehr angenehm macht, auch wenn man ständig der Angst unterliegt, es könnte jetzt doch noch zur Katastrophe kommen. Aber auch diese bleibt aus und so ist alle Aufregung umsonst, und das Ergebnis ohne große Diskussion - oder eben genau deswegen - sehr zufriedenstellend.

Szenen wie bei "Chance on me" sind dann die kleinen zuckersüßen Sahnehäubchen, in der sich abermals nicht nur die Hummeln im Hintern meldeten, sondern auch der Seitenstich des vielen Lachens wegen. Sehr hübsch dargestellt, wie Rosie (Julie Walters) fast wie ein verliebter Kater Bill (Stellan Skarsgård) hinterher singt.

Ich hätte mir dennoch gewünscht, dass die Frage nach dem "Wer bin ich?" und "Was kann ich tun, um das herauszufinden?" etwas deutlicher herauskommt, als nur für den Hauch einer Andeutung. Deutlich jedoch war die Botschaft, wer letztendlich Sophie zum Altar führt und was daraufhin passiert. Sehr gerechtfertigt und für den Zuschauer eine einfache Lösung, die tiefgründiger gesehen auch sehr viel aussagt, und sich auf eine ganz eigene, sachte Weise auf die Liebe bezieht.

Was mir zuvor nie aufgefallen war, ist, dass die Songs von ABBA unglaublichen Tiefgang aufweisen. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich immer nur auf die Musik eingelassen habe, anstatt großartig auf den Text zu hören oder ihn gar zu übersetzen. Die deutschen Untertitel haben das sehr erleichtert, auch wenn der Zuschauer durch sie manchmal von der Szenerie selbst abgelenkt wird. Zumindest dann, wenn man dem Englischen nicht ganz so mächtig ist.

Fazit: Für alle, die sich mal richtig fallen lassen möchte und ohne großen Story-Anspruch die Musik genießen wollen, ist dieser Film perfekt in Szene gesetzt. Es gibt viel zu lachen, viel zu genießen und oftmals Gänsehaut, die einen wohlig über die Haut streicht. Doch wer das Geld hat, dem rate ich, das Musical zu besuchen, denn aus meiner Sicht ist diese Geschichte nicht so ganz fürs Kino geschaffen. Leichte Kost - sehr schön, um abzuschalten, sich gute Laune und Unbeschwertheit schenken zu lassen. Du willst Spaß haben? Dann geh in "Mamma Mia" ;)

Ein kleiner Hinweis allerdings zum Schluss: wer Pierce Brosnan (und teils auch andere Darsteller) weiterhin als ernstzunehmenden Schauspieler betrachten möchte, sollte am Ende des Films aufstehen und gehen und nicht warten, bis einem die seriöse Einstellung zu diesem/n genommen wird ;) Lohnt sich aber auch, noch mal richtig zu lachen und vielleicht, wie wir teilweise, die Augen lieber gespielt abzuschirmen ;)

 

Kolja
Suzan
aBraXaS
Gesamtnote
1,5
1,2
1,8
1,5

In eigener Sache: Danke an unseren Partner
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich beim Cinemaxx Freiburg bedanken, das unseren Rezensions-Redaktions-Mitgliedern ermöglicht, aktuelle Filme im Kino zu sehen, über die wir schreiben können. Des weiteren auch ein Dankeschön für die Erlaubnis, Filmmaterial (Bilder und Texte) verwenden zu dürfen. Anders wäre es uns weniger oft möglich, über aktuelle Filme im Kino berichten zu können.

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