Einleitung/Inhalt: Donna, die alleinstehende Mutter der heiratswilligen
Sophie, führt ein altes Kloster auf einer griechischen
Insel als Hotel. Sophie hilft ihr tatkräftig
und plant mit Sky, ihrem Verlobten, nicht nur ihre
Hochzeit, sondern auch eine feste Unterstützung,
das Hotel aus seiner etwas schwierigen, finanziellen
Lage zu holen. In den Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit
läd Sophie ohne das Wissen ihrer Mutter drei
Männer ein, die, wie sie heimlich in Donnas Tagebuch
gelesen hat, alle zu gleichen Teilen ihr Vater sein
könnten, den sie bisher nie kennengelernt hat.
Sophie möchte herausfinden, welcher ihr Vater
ist und glaubt, dass sie es fühlen könne.
Ganz so einfach ist es dann allerdings nicht und sie
ist auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen - doch ganz
anders, als man vermuten möchte ...
Kolja:
Humor
Action
Spannung
Anspruch
Gefühl
Erotik
Musik/Spaß
Mamma
Mia - was für ein Film! Zuerst
war ich sehr skeptisch, habe zu Hause schon immer
gerne die Lieder der vier Schweden gehört, mitgesungen
und mich gut gefühlt. Jetzt sollte das Musical
zur Band verfilmt sein? Gut, dachte ich, lässt
Du Dich einfach mal drauf ein. Was aber dann folgte,
damit hatte ich im Leben nicht gerechnet!
Als
das erste Lied angestimmt wurde, packte es mich. Gänsehaut
über Gänsehaut huschte über meinen
Rücken, während die Schauspieler mit einer
grandiosen Natürlichkeit ihre Stimmen präsentierten,
einladend tanzten und mit süßlich-frechem
Charme die Geschichte des Films weitertrugen, welche
zwar nicht sehr tiefgründig war, aber immerhin
liegt hier der Schwerpunkt ja auch auf den prägsamen
Liedern!
Wenn
man ABBA von früher kennt, man vielleicht mit
dem ein oder anderen Lied aufgewachsen ist, und dieses
spezielle ABBA-Gefühl in sich trägt, kann
man kaum still sitzen! Es ergreift einen, ermutigt
zum Mitfeiern und Spaß haben. Die Stimmung fesselt,
fordert mehr - am liebsten würde man vom Kinositz
aufspringen und durch die Leinwand mitten ins Geschehen
springen.
Aber
auch jeder, der mit ABBA vielleicht nicht wirklich
etwas anzufangen weiß, kann von der Leichtigkeit
getragen und im Strom der Freude mitgerissen werden.
Immer
wenn ich nun einen ABBA-Song höre, versetzt es
mich zurück in die ergreifende Stimmung und mich
überkommt eine Fröhlichkeit, die mich zum
Strahlen bringt und abermals zum Mitsingen animiert!
Fazit: Es gibt nur eins zu sagen: The winner takes it all.
Ich fühle mich nach dem Schauen wie ein Gewinner!
Suzan:
Humor
Action
Spannung
Anspruch
Gefühl
Erotik
Musik/Spaß
Man
muss nicht unbedingt ABBA-Fan sein, um diesen Film
zu sehen. Die Besetzung überrascht - die Stars
SINGEN und TANZEN alle selbst!!! Die Geschichte ist
sehr lustig gemacht und hat - Hollywood sei Dank -
ein Happy-End.
Eine
besondere Augenweide: Am Schluss sieht man die Stars
in Glitzeranzügen à la ABBA - ganz besonders
sticht Ex-007 hervor ...
aBraXaS:
Humor
Action
Spannung
Anspruch
Gefühl
Erotik
Musik/Spaß
Ein
Film voller Gänsehaut, ein Film voller wunderbarer
Musik, ein Film, der Freude schenkt und der vor allem
ganz schön viel Spaß macht!
Der
Gänsehauteffekt stellt sich schon beim ersten
Song ein, der perfekt und im wahrsten Sinne des Wortes
in Szene gesetzt wird. Eine wunderschöne Kulisse
in Griechenland. Farbenfroh und fröhlich präsentiert
sich diese, sodass der Kinobesucher in eine richtige
Urlaubsstimmung kommt und am besten sofort den Sommer
in all seiner Pracht am Meer genießen möchte.
Somit wird die Umgebung komplett auf die ABBA-Songs
abgestimmt, die gefühlvoll und stimmgewaltig
schon immer mitreißen konnten.
Eindrucksvoll sind
auch die Stimmen der Schauspieler, von denen man genau
das gar nicht erwartet hätte. Vor allem Amanda
Seyfried (Sophie) glänzt mit glockenklaren Tönen.
Pierce Brosnan (Sam) ist ein unglaublich ernsthafter
Sänger und man nimmt ihm alles ab, was er zu
"sagen" hat. Dazu kommt, dass er der perfekte
Gesangspartner für Meryl Streep (Donna) ist,
vor allem in den harmonischen, ernsthaften und melancholisch
angehauchten Songs.
Meryl
Streep selbst zeigt ihre Emotionen eben vor allem
in diesen Songs überaus deutlich, wohingegen
sie mir in den eher lustig-fröhlichen von der
schauspielerischen Leistung nicht so sehr gefällt.
Sie wirkt burschikos, was annehmen lässt, dass
dieser Effekt so gewollt ist, allerdings so übertrieben,
dass er mir zu überzogen ist. Es hat einen kleinen
Karaoketouch, den ich versucht habe zu übersehen,
der allerdings in kleinen Stellen aber weiterhin und
immer wieder auffällt und sich selbst ins Gedächtnis
zurückbringt. Das mag daran liegen, dass Meryl
Streep, trotz verschiedener Komödien, in denen
sie mittlerweile gespielt hat, noch immer einen Divenstatus
besitzt.
Trotz
allem ist es eine gute schauspielerische Leistung,
die sie vollbringt, und die ebenso zeigt, dass sie
auch ganz anders kann. Schade finde ich dennoch, dass
sie unglaublich alt wirkt. Gut, abzustreiten ist nun
einmal nicht, dass sie auch schon alt ist, aber gegen
Ende des Filmes zeigt sich, dass sie sehr wohl nicht
so alt aussehen muss, wie sie am Anfang des Filmes
ausgesehen hat. Mitunter soll natürlich auch
eine Wandlung in ihr gezeigt werden, doch das kommt
so undeutlich heraus, dass es diese überhaupt
gibt, dass es einfach nicht miteinander harmonieren
will.
Unglaublich schön
sind allerdings ihre Blicke in ernsthafteren, emotionaleren
Szene, vor allem im Hinblick auf die Mutter-Tochter-Beziehung,
die in hübschen Bildern und eindeutigen Ausschnitten,
natürlich untermalt von einem ABBA-Song, der
mir bist dato unbekannt war, dargestellt wird. Sehr
eindrucksvoll ist auch "Does your Mother know"
- hier bewies sie unsäglichen Esprit, wie auch
"The Winner takes ist all" gemeinsam mit
Pierce Brosnan.
In dieser Szene kommt
sehr eindrucksvoll rüber, dass es überhaupt
nicht stört, wenn einer den anderen "besingt".
Brosnan und wohl auch die Regie zeigt in perfekter
Handhabung, dass der "Besungene" sich harmonisch
in die Szene einfinden kann, ohne das Gefühl
zu vermitteln, nicht zu wissen, was er tun oder wohin
er mit sich soll. Und in eben dieser Szene in den
letzten Tönen von Meryl Streep, ist in einer
winzigen zitternden Handbewegung eine so riesige Emotion
gefangen, dass allein diese Geste schon alles aussagt.
Wundervolle schauspielerische Leistung, eine Kleinigkeit,
auf die man nicht zwingend achtet, die einem aber
dennoch auffällt.
Meryl ist definitiv
eine Heldin der unsterblichen Vergänglichkeit,
des Widerspruchs und der Zusammenfügung von Vergangenheit,
Gegenwart und einer Ahnung voll Zukunft, und ihr Lächeln
reißt mit, auch wenn man, wie ich, kein Meryl-Streep-Fan
ist.
Eindrucksvoll sind
auch alle Musikszenen, die mit einem Meer an Begleitsängern
gesungen und gespielt werden. Die Synchronisation
reißt mit und stiftet an, sich aus seinem Sitz
zu erheben, um mittanzen zu können.
Grundsätzlich
kann natürlich nicht erwartet werden, dass ein
Film, der auf einem Musical basiert, eine wirklich
tiefgründige Geschichte vorzuweisen hat, doch
die Geschichte von Mamma Mia war für einen Kinofilm
einfach dennoch etwas flach, auch wenn die winzige
Anspielung des Brunnens der Aphrodite unter dem Haus
einen kleinen roten Faden durch die Geschichte zog,
auf den man anfangs überhaupt nicht achtet.
Die
Story allerdings war trotz allem abgerundet, leicht
zu überblicken und ohne große Verwirrungen
oder immer tiefer verstrickte Missverständnisse.
Diese blieben aus, was es letztendlich doch sehr angenehm
macht, auch wenn man ständig der Angst unterliegt,
es könnte jetzt doch noch zur Katastrophe kommen.
Aber auch diese bleibt aus und so ist alle Aufregung
umsonst, und das Ergebnis ohne große Diskussion
- oder eben genau deswegen - sehr zufriedenstellend.
Szenen
wie bei "Chance on me" sind dann die kleinen
zuckersüßen Sahnehäubchen, in der
sich abermals nicht nur die Hummeln im Hintern meldeten,
sondern auch der Seitenstich des vielen Lachens wegen.
Sehr hübsch dargestellt, wie Rosie (Julie Walters)
fast wie ein verliebter Kater Bill (Stellan Skarsgård)
hinterher singt.
Ich hätte mir
dennoch gewünscht, dass die Frage nach dem "Wer
bin ich?" und "Was kann ich tun, um das
herauszufinden?" etwas deutlicher herauskommt,
als nur für den Hauch einer Andeutung. Deutlich
jedoch war die Botschaft, wer letztendlich Sophie
zum Altar führt und was daraufhin passiert. Sehr
gerechtfertigt und für den Zuschauer eine einfache
Lösung, die tiefgründiger gesehen auch sehr
viel aussagt, und sich auf eine ganz eigene, sachte
Weise auf die Liebe bezieht.
Was mir zuvor nie
aufgefallen war, ist, dass die Songs von ABBA unglaublichen
Tiefgang aufweisen. Vielleicht liegt es daran, dass
ich mich immer nur auf die Musik eingelassen habe,
anstatt großartig auf den Text zu hören
oder ihn gar zu übersetzen. Die deutschen Untertitel
haben das sehr erleichtert, auch wenn der Zuschauer
durch sie manchmal von der Szenerie selbst abgelenkt
wird. Zumindest dann, wenn man dem Englischen nicht
ganz so mächtig ist.
Fazit:
Für alle, die sich mal richtig fallen lassen
möchte und ohne großen Story-Anspruch die
Musik genießen wollen, ist dieser Film perfekt
in Szene gesetzt. Es gibt viel zu lachen, viel zu
genießen und oftmals Gänsehaut, die einen
wohlig über die Haut streicht. Doch wer das Geld
hat, dem rate ich, das Musical zu besuchen, denn aus
meiner Sicht ist diese Geschichte nicht so ganz fürs
Kino geschaffen. Leichte Kost - sehr schön, um
abzuschalten, sich gute Laune und Unbeschwertheit
schenken zu lassen. Du willst Spaß haben? Dann
geh in "Mamma Mia" ;)
Ein
kleiner Hinweis allerdings zum Schluss: wer Pierce
Brosnan (und teils auch andere Darsteller) weiterhin
als ernstzunehmenden Schauspieler betrachten möchte,
sollte am Ende des Films aufstehen und gehen und nicht
warten, bis einem die seriöse Einstellung zu
diesem/n genommen wird ;) Lohnt sich aber auch, noch
mal richtig zu lachen und vielleicht, wie wir teilweise,
die Augen lieber gespielt abzuschirmen ;)
Kolja
Suzan
aBraXaS
Gesamtnote
1,5
1,2
1,8
1,5
In
eigener Sache: Danke an unseren Partner
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal
herzlich beim Cinemaxx
Freiburg bedanken, das unseren Rezensions-Redaktions-Mitgliedern
ermöglicht, aktuelle Filme im Kino zu sehen,
über die wir schreiben können. Des weiteren
auch ein Dankeschön für die Erlaubnis, Filmmaterial
(Bilder und Texte) verwenden zu dürfen. Anders
wäre es uns weniger oft möglich, über
aktuelle Filme im Kino berichten zu können.