Kolping Kollegs Freiburg - Schülerzeitung
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Schülerzeitung des Kopling Kollegs Freiburg

 

 

Resümee: Von den Vorbereitungskursen bis zum Ende der 11. Klasse
Denia gibt uns hier ein hübsches Resümee aus der Sicht eines Schülers am Ende der Klasse 11 im Jahre 2008.
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Als ich 16 Jahre alt war und gerade die mittlere Reife abgelegt hatte, war ich erst einmal so froh von der Schule weg zu sein, um endlich Geld zu verdienen. Ich begann meine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten. Die Ausbildung und das spätere Arbeiten machte mir eigentlich großen Spaß, doch bald war ich damit nicht mehr zufrieden. Durch einen Zufall erfuhr ich von der Möglichkeit, am Kolping-Kolleg das Allgemeine Abitur in drei Jahren nachzuholen. Und so bin ich hier gelandet.

Natürlich hatte ich Respekt vor den bevorstehenden Aufnahmeprüfungen, die man ablegen muss, doch die Teilnahme an den extra dafür angebotenen Vorbereitungskursen, in denen wir viel lachten und auch viel Spaß hatten, nahm mir ein bisschen die Angst, und schnell hatte ich das fast vergessen geglaubte Wissen der Realschule durch die Lehrer, die die Kurse leiteten, wieder in meinem Gehirn hervorgekramt. "Das sehr gut! Aber ich sagen, das falsch" ;) Auch lernte ich bei den Vorbereitungskursen sehr nette Menschen und "Bäume" (Insider ;)) kennen, die genau wie ich das Ziel vor Augen hatten, das Abitur am Kolping-Kolleg nachzuholen. Mit einigen von ihnen bin ich nun auch zusammen in der 11. Klasse, die sich langsam aber sicher dem Ende neigt.

Dann war der Tag der ersten Aufnahmeprüfung gekommen. Herzlich wurden wir in Empfang genommen, was schon einmal wieder ein bisschen die Aufregung reduzierte, aber natürlich nicht gänzlich einäschern konnte. Und so war es auch am zweiten und am dritten Tag der Aufnahmeprüfungen. Nun hatten wir die erste Hürde hinter uns gebracht und konnten die nicht enden wollende Zeit bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse fast nicht abwarten. War es doch einigen von uns gar nicht mehr so sehr in Erinnerung gewesen, dass ein reines Gefühl nicht ausreicht, um zu bestimmen, ob man es nun geschafft hatte oder nicht.

Dann aber kam endlich der große Tag der erlösenden Wahrheit. Wir Prüflinge trafen uns in der Aula und warteten gespannt und fast schon zitternd auf die Ergebnisse. Die, die es auf anhieb geschafft hatten, waren so froh, dass auch bei ein paar wenigen die Tränen kullerten, und man hörte reihenweise, wie die Steine von den Herzen fielen. Doch da gab es noch ein paar, die sich einer mündlichen Prüfung stellen mussten, da sie das gesteckte Ziel knapp verfehlt hatten. So begann das erneute Bangen, nicht nur für diejenigen, sondern auch für uns, weil wir natürlich auch wollten, dass sie es schaffen, denn es hatten sich schon in den Vorkursen engere Kontakte ergeben, die man nicht so einfach mal wieder loslassen wollte.

Nach gefühlter Endlosigkeit war dann auch diese Zeit des Hoffens vorbei, und wir begossen das erfolgreiche Bestehen der Aufnahmeprüfungen auch für all jene, mit denen wir mitgefiebert hatten, bei einem kühlen Getränk auf dem Schlossberg mit der Vorfreude auf den ersten Schultag und die darauf hoffentlich schön werdenden drei Schuljahre. Wir konnten es kaum erwarten. Möglicherweise könnte das die erste und einzige Zeit gewesen sein, in der man sich nach dem Ende der Sommerferien sehnt.

Dann war er endlich da, nicht nur der erste Schultag, sondern auch der Beginn des ersten Schrittes in Richtung eines neuen, mehr erweiterbaren Lebens - einer neuen Zukunft, teils sogar überhaupt einer. Am ersten Schultag wurden wir abermals freundlich von unserem (nun neuen) Schulleiter und seiner Stellvertreterin begrüßt und in unsere zukünftigen Klassen eingeteilt. Nachdem wir dann noch unsere Klassenlehrerin und unseren Klassenlehrer vorgestellt bekamen, erhielten wir unsere Bücher, und schon begann dann auch der erste Schultag mit richtigem Unterricht. Und so waren wir schon mitten drin - im Schulalltag und es sollten viele weitere folgen.

Die Zeit verging. Wir schrieben Klausuren, lachten viel zusammen und hatten lange Ferien, die immer herbeigesehnt wurden, dann viel zu schnell vergingen und sich doch jeder freute, den anderen nach den Ferien wieder zu sehen. Höhen und Tiefen haben wir in diesem Jahr verlebt, einige Verabschiedungen, aber auch viele schöne Momente. Man kann sagen, dass das erste Schuljahr wie im Fluge verging - wenngleich auch nur rückwirkend, denn währenddessen kommt es einem gar nicht so schnell vor. Ja, aber in jedem Fall wie im Fluge verging unsere Studienfahrt, die wir nach Barcelona unternahmen (mehr dazu könnt ihr in Sirpas Bericht dazu lesen). Eine Fahrt, die teilweise noch enger zusammenschweißte und viel Spaß, aber auch Wissen brachte.

Schon war das erste Schuljahr fast vorbei, unglaublich, wie die Zeit vergeht, und irgendwie freut man sich schon auf die 12. Klasse, in der es natürlich, wie auf jedem regulären Gymnasium, keine Klassen mehr gibt, sondern alle Schüler wild durcheinander gewürfelt in Kurse eingeteilt werden. Wir werden wieder neue Freunde kennen- und schätzen lernen, neue Bekanntschaften schließen oder flüchtige vertiefen, die alten, mit denen wir vielleicht zukünftig nicht mehr so viel zu tun haben werden, ab und zu auf dem Schulflur oder Pausenhof treffen, um ein kurzes Schwätzchen zu halten. Aber da waren ja noch, zum Ende des Schuljahres, die Projekttage (worüber ihr natürlich auch hier auf der Schülerzeitungshomepage einige Berichte dazu finden könnt), die den Schuljahresabschluss der Klassen und Kurse sehr hübsch ausklingen ließen, anstatt ein abruptes Ende zu finden.

Ich persönlich bin sehr froh, diesen Schritt gegangen zu sein, um hier am Kolping-Kolleg mein Abitur zu machen. Das erste Schuljahr war doch anders, als auf jeder Regelschule, und eine schöne Erfahrung - nicht zuletzt Dank der netten Mitschüler, tollen Lehrer und den vielen verschiedenen Veranstaltungen, die übers Jahr verteilt angeboten wurden und weiterhin werden. Diese machen das Schulleben interessant, und vor allem wirklich abwechslungsreich.

Wenn mich jemand fragen würde, ob ich diesen Schritt noch einmal machen würde, könnte ich ohne lang zu überlegen mit gutem Gewissen "Ja" antworten und das Kolping-Kolleg wärmstens weiterempfehlen. Ich freue mich auf die 12. "Klasse" und bin gespannt, was Neues auf mich - und uns alle - zukommen wird.

Denia

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