Es
war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in welchem diplomatisch
via Handzeichen abgestimmt wurde, ob es nun nach Barcelona,
Spanien oder Rom, Italien gehen sollte. Lissabon,
Portugal stand noch zur Auswahl, doch die Preise waren
zu gesalzen, als dass wir sie uns hätten leisten
wollen. Gewonnen hat Barcelona und auch diejenigen,
die lieber nach Rom gegangen wären (wir sind
schließlich eine Latein-Klasse, auch wenn wir
Franzosen beherbergen ;) und das geschichtlich auch
in den Unterricht gepasst hätte), freuten sich
bald schon auf die bevorstehenden vier Tage und drei
Nächte in der Heimatstadt Gaudis.

Erst
konnte es nicht schnell genug gehen und die Zeit schritt
nur gemächlich voran, bis es soweit sein sollte,
dann aber vergingen die restlichen Tage bis zum Abflug
so schnell, dass man überhaupt nicht hinterher
kam, und gar nicht glauben konnte, dass es endlich
soweit sein sollte.
02.
Juni 2008, Abfahrt Konzerthaus, Freiburg
Der erste Tag -
oder: Der rote Faden
Nachdem
ein Freiburgfremder unserer Klasse vom Theater auch
endlich am Konzerthaus angekommen war und der Bus
gerade einfuhr, hatten wir es tatsächlich geschafft,
bis auf die wenigen Daheimgebliebenen, vollständig
pünktlich zu sein. Manch ein Lehrer mag sich
darüber wundern, denn im Unterricht schneit auch
gerade jeder so vorbei, wie er lustig ist. Doch wir
konnten beweisen: auch wir haben ein Pünktlichkeitsgefühl
;)
Somit
fuhren wir mit dem Bus zum Basler Flughafen
auf französischer Seite, das Wetter war
regnerisch und trist.
Die
Vorhersagen für Barcelona ließen
ebenfalls Regen befürchten und eigenartig
gespenstischen Nebel, wir hofften die Wetterfrösche
irrten sich.
|
|
Das
Einchecken verlief reibungslos, doch schon beim Durchgang
zum Gate wollte ein Zollbeamter nicht glauben, dass
Frau Blumenstocks 100ml-großes (oder eher -kleines)
Fläschchen gesunden Safts keinen Sprengstoff
enthielt. Als Begründung gab er an, dass keine
ml-Angabe aufgedruckt und das Getränk zudem dickflüssig
sei. Und dabei hatte Frau Blumenstock stolz präsentiert,
dass sie dieses Mal keine 0,5-Liter-Flasche mit sich
führte, welche sie auf ihrem Lissabon-Urlaub
einige Wochen zuvor dennoch problemlos ins Flugzeug
hatte mitnehmen können. Nicht einmal austrinken
durfte sie es und Partrick (Anm. d. Red.: dies ist
ein von Frau Kromer gefundener Deckname eines unserer
Klassenkameraden) musste u. a. sein Shampoo abliefern,
da er nicht daran dachte, dieses im Koffer anstatt
im Handgepäck zu verstauen.
Wir
dachten uns nichts weiter bei all dem, auch wenn es
natürlich etwas ärgerlich war, doch wir
hätten hier schon das Vorzeichen sehen können,
welcher rote Faden an Kleinigkeiten uns auf der Reise
nach und durch Barcelona begleiten sollte.
 |
Vorerst
allerdings durften wir Zeuge werden, wie Herr
Eisenmann sein erstes Flugzeug bestieg und mit
Bravour den Flug meisterte - somit darf nun
auch er als Physiklehrer sagen, er habe den
relativ festen Boden unter seinen Füßen
eines Flugzeuges in der Luft gefühlt.
Wir
freuen uns, bei diesem theoretischen Physik-Erlebnis
dabei gewesen sein zu dürfen. Nach nur
knapp anderthalb Stunden kamen wir in einem
sonnigen, überhaupt nicht nebligen Barcelona
an. Die Sonne brennt, die Frisur sitzt, ... |
Ein
kleines Zollproblem sollte das zweite sein, bei dem
der rote Faden der wundersamen Kleinigkeiten wieder
aufgenommen wurde. Eine unserer Mitschülerinnen
mit nicht-europäischem Pass wurde nicht gleich
durch die Kontrolle gelassen. Vielleicht lag es am
Kopftuch oder an ihrer sehr direkten Art, aber trotz
Visum wollte der Beamte sie einfach nicht so durch
die Schranken lassen - oder zumindest erst nach heißen
Diskussionen und bis er endlich überzeugt war,
dass sie Barcelona sicherlich nicht gefährden
würde. Natürlich ist Sicherheit wichtig,
aber hier möchte ich persönlich gerne meine
Kritik an vorurteilbehafteten Menschen als ganz direkt
geäußert vermerken.
Zumindest
wurden keine Koffer verloren und nach einer
kurzen Raucherpause und dem Besorgen einer Vier-Tages-Metro-Karte
pro Person für knapp 18 Euro ging es mit
schwerem Gepäck in praller Sonne, aber
glücklicherweise trockener Luft, und Entenmarsch
zur Bahn, die uns zur Metro brachte und somit
dann zu unserer Zielhaltestelle "Maria
Christina", |
|
von wo aus wir unsere Herberge zu Fuß durchs
angeblich sichere Bankenviertel finden sollten. Einige
befragte Leute und zwei Querstraßen verpeilt
weiter kamen wir in der richtigen Straße an
und fanden unser Ziel mühelos zwischen Apotheke,
Bushaltestelle und gegenüber eines Einkaufszentrums
mit Supermarkt, der unser täglicher Getränkelieferant
werden sollte.
Die
Herberge war sauber und mit allerlei Schnickschnack
wie einer Fernsehleinwand und Flatscreen zum Internet
im Aufenthaltsraum, einer gesonderten Küche zum
Selbstkochen, einer Innenhofterrasse und einer Cafeteria
ausgestattet. Alles in allem auf den ersten Blick
sehr angenehm und einladend. Doch da war er wieder,
der kleine rote Faden, der sich durch die Rezeption
zog, von wo aus wir von den Rezeptionisten, die kein
oder nur gebrochenes Englisch sprachen, obwohl die
Herberge ein internationales Siegel trug, erfuhren,
dass wir mit 19 Leuten vier Zimmer belegen würden.
Hört sich auf den ersten "Blick" ja
nicht schlecht an für eine Herberge, aber man
bedenke, dass wir zwei Lehrkörper mit uns führten,
die jeweils ein Einzelzimmer erhielten, wir 10 Mädchen
und 7 Jungs waren, die auf geschlechtergetrennte Zimmer
verteilt worden waren.
|
Wer
mitdenkt und zählen kann, darf sich vorstellen,
wie groß bei den meisten Mädels der
Aufstand war, die erfuhren, sie sollten zu Zehnt
in ein Zehn-Bett-Zimmer verfrachtet werden,
in dem es, wie wir dann schlussendlich auch
noch herausfinden sollten, nur ein Badezimmer
mit zwei Duschen gab, einem Waschbecken, einem
(!) Spiegel und einer Toilette mit einer Rolle
Toilettenpapier. |
Man stelle sich vor, dass 10 erwachsene Menschen -
dazu auch noch weibliche - morgens pünktlich
zum Frühstück erscheinen sollen, wenn sie
sich alle vor den Spiegel quetschen müssen, der
gerade mal Platz für zwei gab, ohne keiner anderen
den Ellbogen in die Seite zur rammen. Für die
Jungs daher in ihrem Zimmer, in dem sie ein Bett auf
den Flur verbannen konnten, weniger ein Problem.
Wir
versuchten zumindest eine zweigeteilte Lösung
zu finden, doch der Preis, den wir für zwei leere
Betten draufzahlen sollten, überstieg unser Verständnis
und so beugten wir uns unserem Schicksal, zu dem nur
drei Steckdosen hinzugefügt wurden, von der eine
im Badezimmer war, und die Duschen in einem unglaublichen
Rhythmus von 20-30 Sekunden wieder angedrückt
werden mussten. Das erste Problem schien dann das
Schuheausziehen zu werden, denn es ist Sommer ...
Im
Badezimmer konnten die Schuhe nicht untergebracht
werden, denn beim Duschen verteilte sich das
Wasser über den ganzen Boden, somit verschwanden
sie kurzerhand vors Fenster, das sich nicht
richtig schließen ließ.
Kleiderschränke
gab es zudem nicht, sondern nicht einmal einmetergroße,
glücklicherweise aber zumindest abschließbare
Spinde mit einem Einlegeboden.
|
|
Die
Spannbettlaken wollten sich nicht recht an die Matratzen
gewöhnen, und für die Wolldecke (in Baden
"Teppich" genannt, um auszudrücken,
was für eine Wolldecke es war) sollte es überhaupt
keinen Überzug geben, bis auf ein Tuch, das man
zwischen sich und Decke legen und darauf hoffen konnte,
dass man sich nachts lieber nicht bewegte, weil man
nicht wusste, wie viele Leute diese Decke schon benutzt
hatten und ob sie jemals gewaschen worden war.
 |
Nun,
die Koffer konnten somit also nicht ausgepackt
werden, keiner konnte mehr laufen, wir hatten
einen einzigen Stuhl und keinen Tisch, aber
für diesen wäre zwischen den ganzen
Etagenbetten auch kein Platz mehr gewesen. Dennoch
wir lebten uns ein und fanden uns teils zähneknirschend,
teils belustigt ab. |
Für die ein oder andere war es ein Abenteuer
oder egal, doch der Großteil war trotz allem
etwas um sein Seelenheil in den frühen Morgenstunden
beunruhigt. Doch auch das sollten wir gemeistert bekommen,
auch wenn manch einer dann morgens doch sehr genervt
war und lieber allein oder in kleinerer Gruppe loszog,
als alle zusammen ... aber dazu gleich mehr.
Wir waren ja froh,
überhaupt in Barcelona zu sein und ich hoffe
bis heute, dass auch die letzten diese kleinen, nicht
so schönen Ereignisse, die sich noch etwas aufstocken
sollten, nicht auch weiterhin Barcelona selbst anlasten,
denn die Stadt ist wunderschön und die Menschen
im Großen und Ganzen wirklich herzlich und freundlich.
Und an dieser Stelle wollen wir Herrn Eisenmann und
Frau Blumenstock danken, die uns ihre Zimmer morgens
ab 8:00 Uhr zur Verfügung stellten, damit man
auf diese zum Duschen und ähnlichem ausweichen
konnte. Und diese beiden hatten sogar einen Balkon!
Na gut, Schwamm drüber ;)
Nach
etwas Ausruhen, Auspacken, Abreagieren trafen wir
uns vor der Herberge, um den restlichen Tag (wir hatten
über zwei Stunden gebraucht, das Hotel zu finden
und mittlerweile ging es dem Sonnenuntergang entgegen)
ausklingen zu lassen und suchten uns ein Lokal in
der Innenstadt, in dem wir Nahrung finden konnten.
Es
war eine hübsche Sport-Bar, nicht gerade sehr
spanisch, eher amerikanisch, aber sie war sauber und
nicht vollbesetzt. Die Preise waren zwar nicht grade
die besten, aber annehmbar und trotz der Düsternis
in diesem Laden, leitete uns der Hunger, dort zu bleiben.
Die Kellner waren überaus freundlich - zumindest
zwei - doch das war es dann leider auch schon gewesen,
was die positiven Eindrücke dieses Restaurants
ausmachten.
Für
8,00 Euro gab es eine Pizza aus Pappe, die keinen
Geschmack hatte, die Paella reichte nicht für
alle und schmeckte für 10,00 Euro ebenso
wenig, wie ich mir habe sagen lassen. Dadurch
bestellten einige um und Herr Eisenmann bekam
letztendlich überhaupt nichts, außer
dem, was wir ihm von unserer Papppizza zuschoben
- und dafür diese Preise - es war nahezu
unverschämt. |
|
Wir
bemühten uns, tapfer zu sein, denn der Tag war
lang gewesen. Als wir bezahlten, fiel diplomatische
Entscheidung, kein Trinkgeld zu geben, was nicht allen
von uns leicht fiel, aber doch irgendwie gerechtfertigt
war.
 |
Die
Dunkelheit war schon eingekehrt, als wir uns
schlendernd auf den Weg zum Hafen machten
und dort einige Zeit mit gemütlichem
Sitzen auf den Planken und dem Blick zu großen
Schiffen, von denen zwei in dieser Zeit aus
dem Hafen fuhren, genüsslich verbringen
konnten.
|
Den
Tag etwas Revue passieren lassen und begreifen, wo
man war, dass man hier war, die ersten Eindrücke
verarbeiten und die Lichter genießen, wie auch
die vielen Fische, die vom Unterwasserlicht an manchen
Hafenstellen, wie Motten von einer Glühbirne,
angezogen wurden.
Der
erste Tag neigte sich dem Ende zu und wir
verbrachten unsere erste Nacht in den schmalen
Betten und freuten uns auf den nächsten
Tag.
|
|
03.
Juni 2008
2. Tag
Mit
Frühstücksmarken und dem Gerufe von dem
einzig Englischen, was dort gesprochen wurde: "only
one", womit entweder ein süßes Brötchen
oder ein Croissant gemeint war, das man sich vom Herbergsfrühstücksbuffet
nehmen durfte, starteten wir in einen sonnigen, vielversprechenden
Tag. Der erste Punkt auf unserer Sightseeing-Tour-Liste:
die Sagrada Familia.
 |
Eine
noch nicht fertig gebaute Kirche des Künstlers
Gaudi, dessen Kunst die ganze Stadt einnimmt
und uns unglaublich faszinierte.
Im
Reiseführer als eine "Predigt in Stein"
betitelt, konnte man ebendies in jedem Detail
wiederfinden - vor allem außerhalb, da
|
|
das Kirchenschiff eine komplette Baustelle darstellt.
Wir machten einen Treff- und Zeitpunkt aus und konnten
so allein auf Erkundungstour gehen, nachdem wir leider
keinen Gruppentarif erhielten (wir waren eine Person
zu wenig), aber zumindest nur den Schülereintritt
bezahlen mussten.
 |
Wenn
man in diese Kirche geht, die von Außen
so vielversprechend aussieht, und nichts von
der Geschichte weiß, ist man wegen der
satten Eintrittspreise doch etwas enttäuscht,
wenn man sieht, dass innerhalb doch wirklich
alles mit Baugerüst ausgerüstet ist.
Doch
liest man sich dann etwas in den Reiseführer
ein, erfährt man, dass die Sagrada
Familia Ende des 19. Jahrhunderts von Gaudi
entworfen wurde, und er 200 Jahre für die
Fertigstellung einrechnete, die lediglich durch
Spenden finanziert werden sollte.
Gaudi
bezog die letzten 12 Jahre seines Lebens (er
starb an den Verletzungen eines Straßenbahnunfalls)
eine Werkstatt in |
der Kirche und verbrachte seine letzte Zeit einzig
und allein mit diesem Projekt. Erst Mitte des 20.
Jahrhunderts wurden nach dem Krieg, bei dem das Gebäude
glücklicherweise nur leicht beschädigt wurde,
die Bauarbeiten wieder aufgenommen, und diese dauern
bis heute an. Somit war der Eintritt dann doch gerechtfertigt
und die Enttäuschung hatte sich in Rauch aufgelöst.
Möglich
war es auch, mit dem Aufzug auf die Spitze
zu fahren und die engen, spiralförmigen
Kunstwerke, die Treppen darstellten, wieder
hinunter zu gehen. Einige von uns nahmen diesen
Weg auf sich und wurden mit einer sagenhaften
Aussicht belohnt.
Angrenzend
an das Gebäude gab es ein großes
Museum, in dem man auch in die Werkstatt Gaudis
sehen konnte und über verschiedene Bauabschnitte
und Details informiert wurde.
|
|
Sehr viele Mittouristen liefen mit Kopfhörern
und kleinen Geräten durch die Gegend, und ließen
sich von einer Führungsstimme an verschiedene
Punkte des Museums begleiten, die mit Zahlen versehen
waren. Ohne diese moderne Art der Führung musste
man sich mit seinen Englischkenntnissen aushelfen,
um die Tafeln zu lesen, was nicht immer einfach war.
Danach,
als wir auf die letzten warteten, die verspätet
zum Treffpunkt kamen, begann ein kleiner Nieselregen,
der allerdings so schnell wieder verschwand, wie er
gekommen war und im Grunde kaum störend wirkte.
 |
Wir
warteten in einer parkähnlichen Anlage
auf die anderen, während wir grüne
Kleinpapageien dabei beobachteten, wie sie sich
zwischen den Tauben um Futter auf dem Boden
bemühten. Auch fanden wir das riesige Äste-Nest
der Papageien in den Baumkronen. Irgendwie ist
man gar nicht wirklich gewohnt, wegen Vögeln
zu den Baumwipfeln zu sehen, weil man im Grunde
nicht erwartet, dass solche Vögel dort
wie bei uns die Spatzen leben. |
Es
war eine hübsche Kleinigkeit, die man sich hätte
stundenlang anschauen können. Als
wir dann endlich wieder zusammen waren, suchten wir
uns ein kleines Bistro, in dem wir günstig und
wirklich lecker etwas essen konnten, bevor wir uns
in Gruppen aufteilten, um den weiteren Weg zu beschreiten.
Das
lag vor allem daran, dass wir mit der 19-Leute-großen
Gruppe kaum voran kamen. Gerade auch die langen
U-Bahnwege fraßen Zeit ohne Ende und viele,
die einfach nur zielgerade zu ihren Anlaufpunkten
wollten, wurden von denen aufgehalten, die hier
und da eine Postkarte sahen, die sie unbedingt
haben wollten oder generell mehr bummeln als
ein straffes Programm durchzuziehen gedachten.
|
|
 |
Allen
aber sollte gedient werden und so fanden wir
uns in größere und auch in Zweiergruppen
zusammen, um die nächsten Ziele nach Bedürfnis
und Wunsch ansteuern zu können.
Einige
besuchten das Schloss auf einem Berg, andere
gingen in die Stadt einkaufen und Felix und
ich fanden uns in der Altstadt wieder, in der
wir uns mit faszinierten Blicken die alten Gebäude
anschauten. |
Wie wir später erfuhren, schafften wir es doch
tatsächlich, um die Kathedrale (La Catedral)
herum zu gehen, ohne sie zu sehen. Was wir allerdings
durch unsere "Gässlewanderung" fanden,
war ein altes Kloster, in dem sich das "Museu
d' Historia de la Cintat" befand, das ich generell
ins Auge gefasst und wir hier jetzt zufällig
gefunden hatten.
Ein
unglaubliches Museum der Zeitgeschichte Barcelonas,
das man mit Worten kaum zu beschreiben vermag. Beginnend
mit der Eintrittskarte, die einzig dafür zuständig
ist, durch High Tech "Sesam öffne Dich"
mit der Eingangstüre zu spielen, fanden wir uns
in einem Gang wieder, in dem einige kleine Ausstellungsstücke
zeigten, was unter der Stadt schon alles gefunden
worden war. Vor allem kleine Fingerringe, Gürtelschnallen,
Keramiken und sogar Spielwürfel wurden hier neben
einigen alten Münzen ausgestellt. Ein Film, der
überaus gut gemacht war, zeigte uns, wann sich
Barcelona in welch riesiger Geschwindigkeit an dieser
Küste ausgebreitet hatte. Danach nahmen wir den
Aufzug, dessen Anzeige uns nicht vom EG ins UG brachte,
sondern vom Jahr 2008 n. Chr. ins Jahr 12 v. Chr.
Die
Türen öffneten sich und wir standen in einer
komplett anderen Welt, einem Teil der 4000qm großen
Fläche unter der Erde, die durch Ausgrabungen
gefunden worden war. Hier wurden Teile der Stadtmauer
freigelegt, Häuserwände und große,
in den Boden eingelassene Keramikkübel, in denen
Fischsauce gekocht und Wein gegoren wurde - einst
- vor mehr als 2.000 Jahren.
 |
Die
Mauerwerke waren so klar umrissen und ausgegraben
worden, dass man eine Brücke über
diese bauen konnte, die uns durch diese unterirdische
Welt führte und faszinierte. Wir verbrachten
mindestens geschlagene zwei Stunden in diesem
Museum, das noch heute durch weitere Ausgrabungen
erweitert wird und somit überstanden
wir trocken auch den Regen, der kurzzeitig
auf die Stadt fiel und die Luft etwas abkühlte.
Danach
waren unsere Füße Schrott, aber
wir zufrieden und so suchten wir uns ein Café
am Placa Pi, das den eigensinnigen Namen "Osterhase"
trug, in dem wir uns unter freiem Himmel eine
Erfrischung gönnen konnten.
|
Und die Welt ist so klein: dort trafen wir einige
unserer Klassenkameraden wieder, die sich kurz darauf
auf ins Schokoladenmuseum machen wollten, was leider,
wie wir später von ihnen erfuhren, nicht geöffnet
hatte. Kurze Zeit später kam die nächste
Kleingruppe unserer Klasse vorbei und schloss sich
uns beim Bummeln durch die Altstadt an. Es war zu
spät, noch etwas größeres zu unternehmen,
denn wir sollten zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder
in der Herberge sein, um zu überlegen, was abends
gemeinsam oder wieder einzeln gemacht werden sollte.
Somit
trafen wir uns alle wieder und folgten Susanne,
die mit ihrer Gruppe am Strand gewesen war,
auf die Promenade, an der sie mit ihrer Gruppe
ein kleines, freundliches Restaurant entdeckt
hatte, in dem die Preise angemessen und das
Essen lecker war.
Es
war eine lustige Runde, die sich erst kurz vor
der letzten Metro trennte. Die meisten gingen
noch zum Strand und verbrachten letztendlich
fast die ganze Nacht dort.
Andere
gingen zurück zur Herberge und schliefen
sich aus, um für den morgigen Tag gewappnet
zu sein.
|

|
04. Juni 2008
3. Tag
 |
Teils
unausgeschlafen und mitunter auch etwas vom
morgendlichen Stress im Mädchenzimmer genervt,
fanden wir unter weiterem "only one"
zum Frühstück zusammen. |
Geplant
war eigentlich auch heute ein gemeinsames Erkunden
weiterer Sehenswürdigkeiten, doch die Erkenntnisse
am Tag davor, dass es einfach nicht ratsam war, in
einer großen Gruppe loszugehen, wenn man einiges
sehen wollte, trieb uns dazu an, dass wir uns abermals
in kleine Gruppen spalteten.
Am
Tag zuvor waren einige schon beim Markt am "Rambla
de Sant Josep" gewesen und hatten von den
betörenden Fruchtsäften gesprochen, die
man dort kaufen konnte. Somit war heute Markttag angesagt,
denn vorerst ging unsere Gruppe zum Markt "Sant
Antoni", bei dem heute auch ein zusätzlicher
Kleidermarkt stattfinden sollte. Dort spaltete sich
unsere kleine Gruppe dann noch in zwei weitere kleinere,
damit wir uns gegenseitig nicht mit Warten oder Durchlaufen
behinderten. Der Markt war ein wunderschönes
Gebäude, sehr alt und sehr hübsch, mit vielen
Detailverliebtheiten. Der Frischmarkt selbst allerdings
nicht so schön wie der des Sant Josep, den wir
später besuchen sollten.
Andere
Gruppen waren direkt in die Altstadt gefahren
und in die "La Catedral"
gegangen, hatten weiterhin auch auf dem Plan
das Gaudi-Wohngebäude "Casa Milá"
zu besuchen. Auch wir steuerten am heutigen
Tage beides an. In der Altstadt nach der ersten
Markterfahrung angekommen, fanden wir diesmal
recht schnell zur Kathedrale, die wir am Vortag
so (un)geschickt umgangen hatten, doch wir kamen
genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie für
10 Minuten geschlossen wurde, um dann nach dem
Wieder-Öffnen 5,00 Euro Eintritt zu verlangen,
was am Vormittag nicht notwendig gewesen war.
Womöglich deshalb, weil man ab 13:00 Uhr
auch das angrenzende Museum besuchen konnte,
worauf wir aber auch verzichtet hätten,
denn so prickelnd war es dann doch nicht. |
|
|
Dennoch
bezahlten wir, denn man konnte schließlich
nicht auslassen, diese Kirche gesehen zu haben,
die sich in einem wunderbar detailverliebten
Schiff zeigte. Das Museum war nicht, wie gesagt,
unbedingt wirklich interessant, aber auch dieses
durchliefen wir und fanden dann nach einiger
Zeit und schmerzenden Füßen wieder
nach draußen, um uns kurz auszuruhen,
bevor wir zum Markt am "Rambla de Sant
Josep" aufbrachen. |
Gegenüber
war das Erotik-Museum, in das wir gerne gegangen wären,
aber langsam wurde dann doch das Geld knapp und wir
entschieden uns dagegen. Eine andere Gruppe von uns
war dort und konnte nur Gutes berichten, was natürlich
den Wunsch hegt, wirklich sehr bald wieder zu kommen,
um alles nachzuholen, was man sich nicht hatte anschauen
können.
Der
Markt diente uns nun zum Mittagessen und ein
leckereres Mittagessen hätte es nicht geben
können. Günstig und bunt bekamen wir
eine Schale voller verschiedener Südfrüchte
und, für nur einen Euro pro Becher, frischgepresste
Säfte (die Gruppe am Vortag war nachmittags
auf diesem Markt gewesen und für alle,
die vorhaben, dort auch frische Säfte zu
probieren: kurz vor Schluss bekommt man 2 für
1). |
|
 |
Diese
Fruchtsäfte haben es so was von in sich,
dass man glauben könnte, dass Drogen
beigemixt wurden.
Der
Frische-/Frucht-flash wurde uns auch gestern
schon beschrieben und man hat tatsächlich
das Gefühl, die nächsten Stunden
bester Laune zu sein.
|
Ich
schätze, es lag aber wirklich daran, dass die
Früchte einfach pur und frisch waren, nicht,
dass jemand auf den Gedanken kommt, wir wären
ernsthaft der Meinung, dass etwas dazugetan wurde,
auch wenn man das hätte glauben können -
bei der Wirkung.
Und
wer gerne Paprika und Co isst, findet dort ein
wahres Paradies an riesigem Gemüse und
Früchten in allerbester Qualität zu
Preisen, von denen man zuhause nicht einmal
wagt zu träumen.
Hier
werden Kiwis noch in Kilogramm und nicht in
Stück berechnet, und man darf sich vorstellen,
dass 1,99 Euro für ein Kilo frischer Kiwi
einfach ein Preis-"Luxus" ist, an
dem wir uns in Deutschland nicht erfreuen dürfen.
Unser
weiterer Weg führte uns dann zum Wohngebäude
"Casa Milá", das ebenfalls
vom Künstler Gaudi entworfen wurde. |
|
Leider
hatte sich unsere Geldbörsen auf dem Weg dorthin
nicht von allein erholt und unsere Füße
drohten mit Streik bei jedem weiteren Schritt, dass
wir uns schwermütig dagegen entschieden, den
Eintritt zu bezahlen, um das Haus zu erkunden. Noch
so etwas, das unbedingt beim nächsten Besuch
nachgeholt werden muss, denn die Bilder sprechen für
sich, die von einer anderen Gruppe aus unserer Klasse
gemacht worden sind - ebenso wie die Erzählungen
über dieses Kunstwerk der Architektur. Hiermit
nun ein kleiner Bericht von Hanna, die den Aufstieg
wagte:

|
"La
Casa Mila" geschrieben von Hanna
Es war ganz
schön warm, total am Ende trottete ich
der Gruppe hinterher. Ich wollte einfach nur
noch eins: Schlafen!!! Denn mal abgesehen von
dem ständigen Einnicken in der U-Bahn,
war damit nicht viel in der vergangenen Nacht.
"Kommt
jetzt gehen wir ins Gaudi-Haus!" Ich dachte
nur: "Oh nee, was ist das denn jetzt schon
wieder, muss man sich da bewegen?" Da tauchte
es auf einmal unverhofft vor mir auf, und mich
muss sagen, dieses riesige, außergewöhnliche
Gebäude beeindruckte mich. "Also gut",
dachte ich mir, "schauen wir es uns halt
mal an."
Schon
beim Betreten spürte ich dieses besondere
Flair, das dieses Haus auszustrahlen schien.
Man kam in eine Art Eingangshalle, die
nach oben hin geöffnet war und einen
beeindruckenden Blick auf die Innenfassade
des Hauses bot. Wir
bekamen Kopfhörer, mit denen wir
dann durch das Haus laufen und uns mit
Informationen über Gaudi und sein
Haus berieseln lassen konnten, welches
in der Zeit von 1906-1910 gebaut worden
war.
Da
das Haus bewohnt ist, sind nur die Dachterrasse,
der Speicher und das oberste Stockwerk
zu besichtigen. Also ging es ab nach oben,
dabei stellte sich die Frage: "Aufzug,
oder die 7 Stockwerke zu Fuß bewältigen?" |
|
Doch da man ja schließlich sportlich ist
entschied ich mich für die Erklimmung des
Haus zu Fuß. Bei Erreichen des 6. Stockwerkes
meldete sich dann prompt mein Kreislauf und
kündigte an, sich demnächst zu verabschieden.
Also erst mal nichts wie raus auf die Dachterrasse
an die frische Luft!
Ich
stolperte also raus und verfiel erst mal in
ein staunendes Schweigen, denn der Ausblick,
der sich mir bot, war überragend.
 |
Man
sah nicht nur ringsherum auf die schönen
Straßen Barcelonas, sondern auch
auf die chaotischen, lieblichen Hinterhöfe.
Die
Dachterrasse selbst ist nicht weniger
interessant, als der wunderschöne
Ausblick. Mit abstrakten Wasserspeichern
und Skulpturen geschmückt, kommt
man sich vor wie in einer anderen Welt,
weit weg von dem wuseligen Barcelona 37
Meter weiter unten.
|
Nur schweren
Herzens trat ich dann den Rückzug an, um
mir in dem stickigen Speicher eine Ausstellung
über die Werke Gaudis anzuschauen. Danach
ging es in den 6. Stock, in dem eine Wohnung
mit realgetreuer Ausstattung aus den 20er-Jahren
den Flair des damaligen Lebens beeindruckend
nahe brachte. Es stellt die Wohnung einer Oberschicht-Familie
dar. Die Wohnung ist sehr geräumig und
für die damalige Zeit luxuriös eingerichtet.
Durch die runde Bauweise des Hauses sind alle
Zimmer mit Tageslicht durchflutet - bis auf
eines, das des Zimmermädchens ...
Da wir schon
viel zu lange in dem Haus waren und die Armen,
die draußen geblieben waren, geschlagene
zwei Stunden warten ließen, mussten wir
dann schleunigst den Rückweg antreten.
Während die anderen weiterliefen, schaute
ich noch mal etwas wehmütig zurück.
Ich hätte nie gedacht, dass ein Haus so
viel von sich erzählen kann. |
Dies
alles hoffen wir auch irgendwann doch noch mit eigenen
Augen sehen zu können. Und in unserer Geschichte
fanden wir uns mit dem Bus bald wieder vor der Herberge
ein, besuchten unseren Supermarkt und warteten auf
die anderen. Es war der letzte Abend und wir wollten
gemeinsam essen gehen, doch einige Vorkommnisse, teilweise
auch durch ein paar Irrfahrten, waren wir letztendlich
nur die Hälfte, die dann aufbrachen, um in der
Altstadt eine Bleibe zu finden, in der wir gut und
günstig unseren Hunger stillen und den letzten
Abend gemeinsam genießen konnten.
Voll.
Das war die einzig passende Bezeichnung für die
Innenstadt-Restaurants gegen 21/22 Uhr. Alle waren
restlos voll und sogar so überfüllt, dass
die Leute auf der Straße anstanden, bis Plätze
frei wurden und sie in die teils sehr kleinen, urigen
Lokale rein konnten. Am "Placa Rèal"
war es eindeutig zu teuer und so schlenderten wir
weiter, bis wir dann in der zweiten Seitengasse ein
kleines Lokal fanden, das gerade mal so unsere 11
Hintern aufnehmen konnte und in dem sonst niemand
saß (hätten wir hier aufmerksam sein sollen?).
Dort brachten wir
es fertig, dem englischfremden Mann zu erklären,
dass wir gerne die Tische zusammenschieben würden,
was er dann tat, ohne unsere Hilfe annehmen zu wollen
und uns etwas forsch zurechtwies, ihm nicht zur Hand
zu gehen (hätten wir hier vielleicht etwas ahnen
können? Das Zeichen werten ... den roten Faden,
Ihr wisst schon ...).
An
dieser Stelle möchte ich gerne im Namen der Klasse
ein riesiges Dankeschön an Gonzalo aussprechen,
dessen Muttersprache Spanisch ist, und der uns immer
weiterhelfen konnte, wenn es schwierig wurde. Gerade
in dieser Situation, in der Gonzalo erst später
dazu kam, wussten wir, wie unglaublich wenig hilfreich
Englisch in dieser Stadt war.

Hanna & Gonzalo
Auch
an Hanna, die ebenfalls etwas Spanisch kann, unseren
herzlichen Dank! Leider war auch sie in diesem Moment
noch nicht nachgekommen und wir behalfen uns, die
Karte dann in Französisch, mit Hilfe von Frau
Blumenstock, zu lesen und dann in Spanisch zu bestellen,
was zumindest teilweise ganz gut klappte, auch wenn
die meisten Gerichte offensichtlich gar nicht verfügbar
waren (hätten wir vielleicht HIER endlich mal
etwas stutzig werden sollen?).
Das
Essen allerdings war sehr gut und die Preise wirklich
gut anzunehmen, nur als dann die Rechnung kam, waren
wir doch etwas ratlos, denn es schien, als hätte
irgendwer nicht bezahlt. Man sollte hier dazu sagen,
dass man in Spanien eine einheitliche Rechnung bekommt
und nicht gesplittet wird, was heißt, dass wir
uns selbst darum bemühen mussten, alles Geld
zusammenzusammeln und dann in einem Zug zu bezahlen,
weil die Kellner generell nicht einzeln abrechneten.
Jedenfalls fehlten 11 Euro, aber keiner wollte es
gewesen sein. Dank Gonzalo, der mittlerweile mit den
anderen auch eingetroffen war, konnten wir dann nach
langem Hin und Her herausfinden, dass der Kellner/Besitzer
des Lokals pro Kopf 1,00 Euro veranschlagt hatte,
um das Brot zu berechnen, das er ungefragt auf den
Tisch gestellt hatte.
Es
ist in Spanien und auch in anderen südlichen
Ländern üblich, dass man eine Pauschale
für Brot und Besteck etc. bezahlt. Auch
wenn ungefragt Wein auf den Tisch gestellt
wird, ist das keine Zugabe aus Freundlichkeit,
sondern wird eiskalt berechnet, wenn man das
nicht weiß und sie nicht direkt ablehnt.
Das
wussten allerdings einige von uns und so haben
wir nur eine der zwei Weinflaschen angenommen,
die uns aufgetischt wurden. Das Brot allerdings,
das hart wie Stein war und vielleicht die
Menge eines mittleren Baguettes umfasste,
wenn man es zusammenrechnete, pro Kopf zu
berechnen und somit 11,00 Euro zu verlangen,
zerrte an vor allem Frau Blumenstocks Nerven.
|
|
Doch alles Ärgern und (diesen) Äußern
half nichts und somit hatten wir unsere zweite Rechnung
gefunden, die ohne Trinkgeld bezahlt wurde. Es war
nur eine Kleinigkeit, aber sie summierten sich zu
ein paar weiteren, die hier nicht alle aufgeführt
wurden.
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Dennoch
ließ das unsere Laune nicht schwanken.
Wieder trennten wir uns in zwei Gruppen. Die
eine, die noch nicht gegessen hatte und weitersuchte,
bis sie etwas fand, wo sie wirklich gute, große
Portionen günstige Paella bekommen konnten
und danach wieder zum Strand fanden, und die
andere, die sich lustig und gesellig zurück
zur Herberge begab. |
Wir hatten viel Spaß mit einigen Geschichten,
und Katjas Talent eines Komödianten erheiterte
uns bis zu Lachtränen und Bauchschmerzen. Vielen
Dank für Deine gestenreichen Geschichten, Katja,
das war wirklich einfach nur wunderbar; und dabei
wollte Frau Blumenstock Herrn Eisenmann nur unsere
10-Betten-Mädchen-Wohnsituation
vor Ort zeigen, aber so klingen nun einmal die schönsten
Abende aus.
Einige
Nachtschwärmer trafen dann nach und nach
im Zimmer ein und es wurde eine recht kurze
Nacht. Doch da wir am nächsten Tag kaum
Zeit hatten, und nicht mehr tun konnten, als
packen und aus der Herberge auschecken, war
Müdigkeit im Flugzeug auskurierbar. |
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05.
Juni 2008
4. Tag - Die Abreise
Schwer
beladen und nun teilweise mit Übergewicht im
Gepäck checkten wir am Flughafen ein, nachdem
wir den beschwerlichen Weg zum Airport gemeistert
hatten. Der Flug ging pünktlich und ein schweizer
Pilot brachte uns sicher nach Basel zurück, worüber
eine dicke Wolkendecke hing und das Gemüt erschwerte.
Etwas
Fernweh war sehr wohl bei vielen zu spüren,
wären wir doch gerne noch viel länger
geblieben.
Die
Zeit war einfach viel zu kurz und auch, wenn
der rote Faden glaubte, er müsste uns
immer wieder einwickeln, so war es eine wunderschöne
Zeit unter der Sonne in einer Stadt, die schon
vor über 2.000 Jahren als Siedlung bestand.
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Katja
wurde dann zwar noch vom Zollbeamten in Basel aufgehalten
und mit Fangfragen gelöchert, auf die sie auch
noch ausführlich einging, weil sie nicht wusste,
dass es sich um Fangfragen handelte, aber letztendlich
durften wir sie dann dennoch wieder mit nach Freiburg
mitnehmen ;)
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Hier
schien der rote Faden dann sein Ende gefunden
zu haben und wir können sagen:
Es
ist nichts weiter passiert, bis auf ein paar
Kleinigkeiten, die diese Reise aber zu etwas
Besonderem machten, das wir sicherlich so
schnell nicht vergessen werden - neben den
wundervollen Eindrücken, die wir von
dieser Stadt mitnehmen konnten.
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Kleinigkeiten
& Fazit
Glücklicherweise
wurde niemandem von uns etwas gestohlen, aber zwei
Leute berichteten davon, dass sie Diebstähle
mitbekommen hatten. Der eine sogar direkt vor der
Rezeption, wenn die Geschichte stimmt.
Hier
war eine junge Lehrerin mit ihrer noch viel
jüngeren Schulklasse angekommen, hatte
Tickets, Geld und Ausweise der Kinder bei sich,
weil diese eben noch etwas jung waren, und hatte
ihren Rucksack nur für einen Moment vor
der Rezeption aus den Augen gelassen - und dann
war er weg. Wie
gesagt, nicht alle von uns sind sich so sicher,
ob das wirklich so passiert ist, wie die junge
Lehrerin es erzählte, weil wirklich über- |
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haupt
niemand jemanden bemerkt hatte und der angrenzende
Aufenthaltsbereich voller Leute war, aber dass die
Sachen gestohlen wurden - unter welchen Umständen
nun auch immer - war offensichtlich Tatsache und für
die Lehrerin ein tränenreicher und sehr harter
Schlag. Wir wollten alle nicht in ihrer Haut stecken.
Der
zweite Diebstahl geschah dann im Einkaufszentrum,
in dem einige von uns mitbekamen, wie jemand aufgebracht
herumschrie. Ihm wurde die Hosen-/oder Jackentasche
aufgeschlitzt, um an den Geldbeutel zu kommen. Wir
können von Glück sagen, dass wir keinerlei
solcher Erlebnisse in unserer Gruppe zu verzeichnen
hatten, wurden wir doch mehr als oft darauf hingewiesen,
dass wir unsere Taschen bei uns tragen und vor unserem
Bauch halten sollten.
Einzig
Frau Blumenstock erlag dem Hütchenspiel, doch
darauf wollen wir jetzt lieber nicht näher eingehen,
sonst könnte die Rache bittersüß enden
;)
Vielen
Dank Euch allen für diese wundervolle Zeit und
Barcelona sieht zumindest mich sicherlich bald wieder
- sobald, wie es nur möglich ist!

Wer
mehr Photos von unserer Studienfahrt nach Barcelona
sehen möchte, kann gerne in die Zeitungshauptgalerie
schauen. Viele Bilder mehr findet Ihr in unserer Klassengalerie
auf www.2010-abitur.de.
Vielen Dank für vor allem an Philipp, Susanne,
Felix und Hanna für ihre ausgezeichneten Aufnahmen,
die wir hier verwenden durften :)
Weiterführende
Links
Cheerz,
aBraXaS
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