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Schülerzeitung des Kopling Kollegs Freiburg

 

 

2008 - Klasse 11a - Barcelona
Unsere Studienfahrt nach Barcelona vom 02. bis 05.06.2008. Ausgesuchte Bilder findet Ihr in der Schülerzeitunggalerie oder alle auf der Homepage www.2010-abitur.de
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Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in welchem diplomatisch via Handzeichen abgestimmt wurde, ob es nun nach Barcelona, Spanien oder Rom, Italien gehen sollte. Lissabon, Portugal stand noch zur Auswahl, doch die Preise waren zu gesalzen, als dass wir sie uns hätten leisten wollen. Gewonnen hat Barcelona und auch diejenigen, die lieber nach Rom gegangen wären (wir sind schließlich eine Latein-Klasse, auch wenn wir Franzosen beherbergen ;) und das geschichtlich auch in den Unterricht gepasst hätte), freuten sich bald schon auf die bevorstehenden vier Tage und drei Nächte in der Heimatstadt Gaudis.

© Philipp Schöpflin  - Klasse 11a/2008

Erst konnte es nicht schnell genug gehen und die Zeit schritt nur gemächlich voran, bis es soweit sein sollte, dann aber vergingen die restlichen Tage bis zum Abflug so schnell, dass man überhaupt nicht hinterher kam, und gar nicht glauben konnte, dass es endlich soweit sein sollte.

02. Juni 2008, Abfahrt Konzerthaus, Freiburg
Der erste Tag - oder: Der rote Faden

Nachdem ein Freiburgfremder unserer Klasse vom Theater auch endlich am Konzerthaus angekommen war und der Bus gerade einfuhr, hatten wir es tatsächlich geschafft, bis auf die wenigen Daheimgebliebenen, vollständig pünktlich zu sein. Manch ein Lehrer mag sich darüber wundern, denn im Unterricht schneit auch gerade jeder so vorbei, wie er lustig ist. Doch wir konnten beweisen: auch wir haben ein Pünktlichkeitsgefühl ;)

Somit fuhren wir mit dem Bus zum Basler Flughafen auf französischer Seite, das Wetter war regnerisch und trist.

Die Vorhersagen für Barcelona ließen ebenfalls Regen befürchten und eigenartig gespenstischen Nebel, wir hofften die Wetterfrösche irrten sich.

© Susanne Walter

Das Einchecken verlief reibungslos, doch schon beim Durchgang zum Gate wollte ein Zollbeamter nicht glauben, dass Frau Blumenstocks 100ml-großes (oder eher -kleines) Fläschchen gesunden Safts keinen Sprengstoff enthielt. Als Begründung gab er an, dass keine ml-Angabe aufgedruckt und das Getränk zudem dickflüssig sei. Und dabei hatte Frau Blumenstock stolz präsentiert, dass sie dieses Mal keine 0,5-Liter-Flasche mit sich führte, welche sie auf ihrem Lissabon-Urlaub einige Wochen zuvor dennoch problemlos ins Flugzeug hatte mitnehmen können. Nicht einmal austrinken durfte sie es und Partrick (Anm. d. Red.: dies ist ein von Frau Kromer gefundener Deckname eines unserer Klassenkameraden) musste u. a. sein Shampoo abliefern, da er nicht daran dachte, dieses im Koffer anstatt im Handgepäck zu verstauen.

Wir dachten uns nichts weiter bei all dem, auch wenn es natürlich etwas ärgerlich war, doch wir hätten hier schon das Vorzeichen sehen können, welcher rote Faden an Kleinigkeiten uns auf der Reise nach und durch Barcelona begleiten sollte.

© Susanne Walter

Vorerst allerdings durften wir Zeuge werden, wie Herr Eisenmann sein erstes Flugzeug bestieg und mit Bravour den Flug meisterte - somit darf nun auch er als Physiklehrer sagen, er habe den relativ festen Boden unter seinen Füßen eines Flugzeuges in der Luft gefühlt.

Wir freuen uns, bei diesem theoretischen Physik-Erlebnis dabei gewesen sein zu dürfen. Nach nur knapp anderthalb Stunden kamen wir in einem sonnigen, überhaupt nicht nebligen Barcelona an. Die Sonne brennt, die Frisur sitzt, ...

Ein kleines Zollproblem sollte das zweite sein, bei dem der rote Faden der wundersamen Kleinigkeiten wieder aufgenommen wurde. Eine unserer Mitschülerinnen mit nicht-europäischem Pass wurde nicht gleich durch die Kontrolle gelassen. Vielleicht lag es am Kopftuch oder an ihrer sehr direkten Art, aber trotz Visum wollte der Beamte sie einfach nicht so durch die Schranken lassen - oder zumindest erst nach heißen Diskussionen und bis er endlich überzeugt war, dass sie Barcelona sicherlich nicht gefährden würde. Natürlich ist Sicherheit wichtig, aber hier möchte ich persönlich gerne meine Kritik an vorurteilbehafteten Menschen als ganz direkt geäußert vermerken.

Zumindest wurden keine Koffer verloren und nach einer kurzen Raucherpause und dem Besorgen einer Vier-Tages-Metro-Karte pro Person für knapp 18 Euro ging es mit schwerem Gepäck in praller Sonne, aber glücklicherweise trockener Luft, und Entenmarsch zur Bahn, die uns zur Metro brachte und somit dann zu unserer Zielhaltestelle "Maria Christina",
© Philipp Schöpflin

von wo aus wir unsere Herberge zu Fuß durchs angeblich sichere Bankenviertel finden sollten. Einige befragte Leute und zwei Querstraßen verpeilt weiter kamen wir in der richtigen Straße an und fanden unser Ziel mühelos zwischen Apotheke, Bushaltestelle und gegenüber eines Einkaufszentrums mit Supermarkt, der unser täglicher Getränkelieferant werden sollte.

Die Herberge war sauber und mit allerlei Schnickschnack wie einer Fernsehleinwand und Flatscreen zum Internet im Aufenthaltsraum, einer gesonderten Küche zum Selbstkochen, einer Innenhofterrasse und einer Cafeteria ausgestattet. Alles in allem auf den ersten Blick sehr angenehm und einladend. Doch da war er wieder, der kleine rote Faden, der sich durch die Rezeption zog, von wo aus wir von den Rezeptionisten, die kein oder nur gebrochenes Englisch sprachen, obwohl die Herberge ein internationales Siegel trug, erfuhren, dass wir mit 19 Leuten vier Zimmer belegen würden. Hört sich auf den ersten "Blick" ja nicht schlecht an für eine Herberge, aber man bedenke, dass wir zwei Lehrkörper mit uns führten, die jeweils ein Einzelzimmer erhielten, wir 10 Mädchen und 7 Jungs waren, die auf geschlechtergetrennte Zimmer verteilt worden waren.

© Susanne Walter

Wer mitdenkt und zählen kann, darf sich vorstellen, wie groß bei den meisten Mädels der Aufstand war, die erfuhren, sie sollten zu Zehnt in ein Zehn-Bett-Zimmer verfrachtet werden, in dem es, wie wir dann schlussendlich auch noch herausfinden sollten, nur ein Badezimmer mit zwei Duschen gab, einem Waschbecken, einem (!) Spiegel und einer Toilette mit einer Rolle Toilettenpapier.

Man stelle sich vor, dass 10 erwachsene Menschen - dazu auch noch weibliche - morgens pünktlich zum Frühstück erscheinen sollen, wenn sie sich alle vor den Spiegel quetschen müssen, der gerade mal Platz für zwei gab, ohne keiner anderen den Ellbogen in die Seite zur rammen. Für die Jungs daher in ihrem Zimmer, in dem sie ein Bett auf den Flur verbannen konnten, weniger ein Problem.

Wir versuchten zumindest eine zweigeteilte Lösung zu finden, doch der Preis, den wir für zwei leere Betten draufzahlen sollten, überstieg unser Verständnis und so beugten wir uns unserem Schicksal, zu dem nur drei Steckdosen hinzugefügt wurden, von der eine im Badezimmer war, und die Duschen in einem unglaublichen Rhythmus von 20-30 Sekunden wieder angedrückt werden mussten. Das erste Problem schien dann das Schuheausziehen zu werden, denn es ist Sommer ...

Im Badezimmer konnten die Schuhe nicht untergebracht werden, denn beim Duschen verteilte sich das Wasser über den ganzen Boden, somit verschwanden sie kurzerhand vors Fenster, das sich nicht richtig schließen ließ.

Kleiderschränke gab es zudem nicht, sondern nicht einmal einmetergroße, glücklicherweise aber zumindest abschließbare Spinde mit einem Einlegeboden.

© Hanna Metzger

Die Spannbettlaken wollten sich nicht recht an die Matratzen gewöhnen, und für die Wolldecke (in Baden "Teppich" genannt, um auszudrücken, was für eine Wolldecke es war) sollte es überhaupt keinen Überzug geben, bis auf ein Tuch, das man zwischen sich und Decke legen und darauf hoffen konnte, dass man sich nachts lieber nicht bewegte, weil man nicht wusste, wie viele Leute diese Decke schon benutzt hatten und ob sie jemals gewaschen worden war.

© Hanna Metzger
Nun, die Koffer konnten somit also nicht ausgepackt werden, keiner konnte mehr laufen, wir hatten einen einzigen Stuhl und keinen Tisch, aber für diesen wäre zwischen den ganzen Etagenbetten auch kein Platz mehr gewesen. Dennoch wir lebten uns ein und fanden uns teils zähneknirschend, teils belustigt ab.

Für die ein oder andere war es ein Abenteuer oder egal, doch der Großteil war trotz allem etwas um sein Seelenheil in den frühen Morgenstunden beunruhigt. Doch auch das sollten wir gemeistert bekommen, auch wenn manch einer dann morgens doch sehr genervt war und lieber allein oder in kleinerer Gruppe loszog, als alle zusammen ... aber dazu gleich mehr.

Wir waren ja froh, überhaupt in Barcelona zu sein und ich hoffe bis heute, dass auch die letzten diese kleinen, nicht so schönen Ereignisse, die sich noch etwas aufstocken sollten, nicht auch weiterhin Barcelona selbst anlasten, denn die Stadt ist wunderschön und die Menschen im Großen und Ganzen wirklich herzlich und freundlich. Und an dieser Stelle wollen wir Herrn Eisenmann und Frau Blumenstock danken, die uns ihre Zimmer morgens ab 8:00 Uhr zur Verfügung stellten, damit man auf diese zum Duschen und ähnlichem ausweichen konnte. Und diese beiden hatten sogar einen Balkon! Na gut, Schwamm drüber ;)

Nach etwas Ausruhen, Auspacken, Abreagieren trafen wir uns vor der Herberge, um den restlichen Tag (wir hatten über zwei Stunden gebraucht, das Hotel zu finden und mittlerweile ging es dem Sonnenuntergang entgegen) ausklingen zu lassen und suchten uns ein Lokal in der Innenstadt, in dem wir Nahrung finden konnten.

Es war eine hübsche Sport-Bar, nicht gerade sehr spanisch, eher amerikanisch, aber sie war sauber und nicht vollbesetzt. Die Preise waren zwar nicht grade die besten, aber annehmbar und trotz der Düsternis in diesem Laden, leitete uns der Hunger, dort zu bleiben. Die Kellner waren überaus freundlich - zumindest zwei - doch das war es dann leider auch schon gewesen, was die positiven Eindrücke dieses Restaurants ausmachten.

Für 8,00 Euro gab es eine Pizza aus Pappe, die keinen Geschmack hatte, die Paella reichte nicht für alle und schmeckte für 10,00 Euro ebenso wenig, wie ich mir habe sagen lassen. Dadurch bestellten einige um und Herr Eisenmann bekam letztendlich überhaupt nichts, außer dem, was wir ihm von unserer Papppizza zuschoben - und dafür diese Preise - es war nahezu unverschämt.
© Susanne Walter

Wir bemühten uns, tapfer zu sein, denn der Tag war lang gewesen. Als wir bezahlten, fiel diplomatische Entscheidung, kein Trinkgeld zu geben, was nicht allen von uns leicht fiel, aber doch irgendwie gerechtfertigt war.

© Philipp Schöpflin

Die Dunkelheit war schon eingekehrt, als wir uns schlendernd auf den Weg zum Hafen machten und dort einige Zeit mit gemütlichem Sitzen auf den Planken und dem Blick zu großen Schiffen, von denen zwei in dieser Zeit aus dem Hafen fuhren, genüsslich verbringen konnten.

Den Tag etwas Revue passieren lassen und begreifen, wo man war, dass man hier war, die ersten Eindrücke verarbeiten und die Lichter genießen, wie auch die vielen Fische, die vom Unterwasserlicht an manchen Hafenstellen, wie Motten von einer Glühbirne, angezogen wurden.

Der erste Tag neigte sich dem Ende zu und wir verbrachten unsere erste Nacht in den schmalen Betten und freuten uns auf den nächsten Tag.

© Philipp Schöpflin

03. Juni 2008
2. Tag

Mit Frühstücksmarken und dem Gerufe von dem einzig Englischen, was dort gesprochen wurde: "only one", womit entweder ein süßes Brötchen oder ein Croissant gemeint war, das man sich vom Herbergsfrühstücksbuffet nehmen durfte, starteten wir in einen sonnigen, vielversprechenden Tag. Der erste Punkt auf unserer Sightseeing-Tour-Liste: die Sagrada Familia.

© Philipp Schöpflin

Eine noch nicht fertig gebaute Kirche des Künstlers Gaudi, dessen Kunst die ganze Stadt einnimmt und uns unglaublich faszinierte.

Im Reiseführer als eine "Predigt in Stein" betitelt, konnte man ebendies in jedem Detail wiederfinden - vor allem außerhalb, da

© Philipp Schöpflin

das Kirchenschiff eine komplette Baustelle darstellt. Wir machten einen Treff- und Zeitpunkt aus und konnten so allein auf Erkundungstour gehen, nachdem wir leider keinen Gruppentarif erhielten (wir waren eine Person zu wenig), aber zumindest nur den Schülereintritt bezahlen mussten.

© Felix Manicke

Wenn man in diese Kirche geht, die von Außen so vielversprechend aussieht, und nichts von der Geschichte weiß, ist man wegen der satten Eintrittspreise doch etwas enttäuscht, wenn man sieht, dass innerhalb doch wirklich alles mit Baugerüst ausgerüstet ist.

Doch liest man sich dann etwas in den Reiseführer ein, erfährt man, dass die Sagrada Familia Ende des 19. Jahrhunderts von Gaudi entworfen wurde, und er 200 Jahre für die Fertigstellung einrechnete, die lediglich durch Spenden finanziert werden sollte.

Gaudi bezog die letzten 12 Jahre seines Lebens (er starb an den Verletzungen eines Straßenbahnunfalls) eine Werkstatt in

der Kirche und verbrachte seine letzte Zeit einzig und allein mit diesem Projekt. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden nach dem Krieg, bei dem das Gebäude glücklicherweise nur leicht beschädigt wurde, die Bauarbeiten wieder aufgenommen, und diese dauern bis heute an. Somit war der Eintritt dann doch gerechtfertigt und die Enttäuschung hatte sich in Rauch aufgelöst.

Möglich war es auch, mit dem Aufzug auf die Spitze zu fahren und die engen, spiralförmigen Kunstwerke, die Treppen darstellten, wieder hinunter zu gehen. Einige von uns nahmen diesen Weg auf sich und wurden mit einer sagenhaften Aussicht belohnt.

Angrenzend an das Gebäude gab es ein großes Museum, in dem man auch in die Werkstatt Gaudis sehen konnte und über verschiedene Bauabschnitte und Details informiert wurde.

© Susanne Walter

Sehr viele Mittouristen liefen mit Kopfhörern und kleinen Geräten durch die Gegend, und ließen sich von einer Führungsstimme an verschiedene Punkte des Museums begleiten, die mit Zahlen versehen waren. Ohne diese moderne Art der Führung musste man sich mit seinen Englischkenntnissen aushelfen, um die Tafeln zu lesen, was nicht immer einfach war.

Danach, als wir auf die letzten warteten, die verspätet zum Treffpunkt kamen, begann ein kleiner Nieselregen, der allerdings so schnell wieder verschwand, wie er gekommen war und im Grunde kaum störend wirkte.

© Hanna Metzger
Wir warteten in einer parkähnlichen Anlage auf die anderen, während wir grüne Kleinpapageien dabei beobachteten, wie sie sich zwischen den Tauben um Futter auf dem Boden bemühten. Auch fanden wir das riesige Äste-Nest der Papageien in den Baumkronen. Irgendwie ist man gar nicht wirklich gewohnt, wegen Vögeln zu den Baumwipfeln zu sehen, weil man im Grunde nicht erwartet, dass solche Vögel dort wie bei uns die Spatzen leben.

Es war eine hübsche Kleinigkeit, die man sich hätte stundenlang anschauen können. Als wir dann endlich wieder zusammen waren, suchten wir uns ein kleines Bistro, in dem wir günstig und wirklich lecker etwas essen konnten, bevor wir uns in Gruppen aufteilten, um den weiteren Weg zu beschreiten.

Das lag vor allem daran, dass wir mit der 19-Leute-großen Gruppe kaum voran kamen. Gerade auch die langen U-Bahnwege fraßen Zeit ohne Ende und viele, die einfach nur zielgerade zu ihren Anlaufpunkten wollten, wurden von denen aufgehalten, die hier und da eine Postkarte sahen, die sie unbedingt haben wollten oder generell mehr bummeln als ein straffes Programm durchzuziehen gedachten.
© Susanne Walter

© Susanne Walter

Allen aber sollte gedient werden und so fanden wir uns in größere und auch in Zweiergruppen zusammen, um die nächsten Ziele nach Bedürfnis und Wunsch ansteuern zu können.

Einige besuchten das Schloss auf einem Berg, andere gingen in die Stadt einkaufen und Felix und ich fanden uns in der Altstadt wieder, in der wir uns mit faszinierten Blicken die alten Gebäude anschauten.

Wie wir später erfuhren, schafften wir es doch tatsächlich, um die Kathedrale (La Catedral) herum zu gehen, ohne sie zu sehen. Was wir allerdings durch unsere "Gässlewanderung" fanden, war ein altes Kloster, in dem sich das "Museu d' Historia de la Cintat" befand, das ich generell ins Auge gefasst und wir hier jetzt zufällig gefunden hatten.

Ein unglaubliches Museum der Zeitgeschichte Barcelonas, das man mit Worten kaum zu beschreiben vermag. Beginnend mit der Eintrittskarte, die einzig dafür zuständig ist, durch High Tech "Sesam öffne Dich" mit der Eingangstüre zu spielen, fanden wir uns in einem Gang wieder, in dem einige kleine Ausstellungsstücke zeigten, was unter der Stadt schon alles gefunden worden war. Vor allem kleine Fingerringe, Gürtelschnallen, Keramiken und sogar Spielwürfel wurden hier neben einigen alten Münzen ausgestellt. Ein Film, der überaus gut gemacht war, zeigte uns, wann sich Barcelona in welch riesiger Geschwindigkeit an dieser Küste ausgebreitet hatte. Danach nahmen wir den Aufzug, dessen Anzeige uns nicht vom EG ins UG brachte, sondern vom Jahr 2008 n. Chr. ins Jahr 12 v. Chr.

© Felix Manicke
© Felix Manicke

Die Türen öffneten sich und wir standen in einer komplett anderen Welt, einem Teil der 4000qm großen Fläche unter der Erde, die durch Ausgrabungen gefunden worden war. Hier wurden Teile der Stadtmauer freigelegt, Häuserwände und große, in den Boden eingelassene Keramikkübel, in denen Fischsauce gekocht und Wein gegoren wurde - einst - vor mehr als 2.000 Jahren.

© Felix Manicke

Die Mauerwerke waren so klar umrissen und ausgegraben worden, dass man eine Brücke über diese bauen konnte, die uns durch diese unterirdische Welt führte und faszinierte. Wir verbrachten mindestens geschlagene zwei Stunden in diesem Museum, das noch heute durch weitere Ausgrabungen erweitert wird und somit überstanden wir trocken auch den Regen, der kurzzeitig auf die Stadt fiel und die Luft etwas abkühlte.

Danach waren unsere Füße Schrott, aber wir zufrieden und so suchten wir uns ein Café am Placa Pi, das den eigensinnigen Namen "Osterhase" trug, in dem wir uns unter freiem Himmel eine Erfrischung gönnen konnten.

Und die Welt ist so klein: dort trafen wir einige unserer Klassenkameraden wieder, die sich kurz darauf auf ins Schokoladenmuseum machen wollten, was leider, wie wir später von ihnen erfuhren, nicht geöffnet hatte. Kurze Zeit später kam die nächste Kleingruppe unserer Klasse vorbei und schloss sich uns beim Bummeln durch die Altstadt an. Es war zu spät, noch etwas größeres zu unternehmen, denn wir sollten zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder in der Herberge sein, um zu überlegen, was abends gemeinsam oder wieder einzeln gemacht werden sollte.

Somit trafen wir uns alle wieder und folgten Susanne, die mit ihrer Gruppe am Strand gewesen war, auf die Promenade, an der sie mit ihrer Gruppe ein kleines, freundliches Restaurant entdeckt hatte, in dem die Preise angemessen und das Essen lecker war.

Es war eine lustige Runde, die sich erst kurz vor der letzten Metro trennte. Die meisten gingen noch zum Strand und verbrachten letztendlich fast die ganze Nacht dort.

Andere gingen zurück zur Herberge und schliefen sich aus, um für den morgigen Tag gewappnet zu sein.

© Hanna Metzger


04. Juni 2008
3. Tag

© Susanne Walter
Teils unausgeschlafen und mitunter auch etwas vom morgendlichen Stress im Mädchenzimmer genervt, fanden wir unter weiterem "only one" zum Frühstück zusammen.

Geplant war eigentlich auch heute ein gemeinsames Erkunden weiterer Sehenswürdigkeiten, doch die Erkenntnisse am Tag davor, dass es einfach nicht ratsam war, in einer großen Gruppe loszugehen, wenn man einiges sehen wollte, trieb uns dazu an, dass wir uns abermals in kleine Gruppen spalteten.

Am Tag zuvor waren einige schon beim Markt am "Rambla de Sant Josep" gewesen und hatten von den betörenden Fruchtsäften gesprochen, die man dort kaufen konnte. Somit war heute Markttag angesagt, denn vorerst ging unsere Gruppe zum Markt "Sant Antoni", bei dem heute auch ein zusätzlicher Kleidermarkt stattfinden sollte. Dort spaltete sich unsere kleine Gruppe dann noch in zwei weitere kleinere, damit wir uns gegenseitig nicht mit Warten oder Durchlaufen behinderten. Der Markt war ein wunderschönes Gebäude, sehr alt und sehr hübsch, mit vielen Detailverliebtheiten. Der Frischmarkt selbst allerdings nicht so schön wie der des Sant Josep, den wir später besuchen sollten.

Andere Gruppen waren direkt in die Altstadt gefahren und in die "La Catedral" gegangen, hatten weiterhin auch auf dem Plan das Gaudi-Wohngebäude "Casa Milá" zu besuchen. Auch wir steuerten am heutigen Tage beides an. In der Altstadt nach der ersten Markterfahrung angekommen, fanden wir diesmal recht schnell zur Kathedrale, die wir am Vortag so (un)geschickt umgangen hatten, doch wir kamen genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie für 10 Minuten geschlossen wurde, um dann nach dem Wieder-Öffnen 5,00 Euro Eintritt zu verlangen, was am Vormittag nicht notwendig gewesen war. Womöglich deshalb, weil man ab 13:00 Uhr auch das angrenzende Museum besuchen konnte, worauf wir aber auch verzichtet hätten, denn so prickelnd war es dann doch nicht.
© Felix Manicke
© Susanne Walter
Dennoch bezahlten wir, denn man konnte schließlich nicht auslassen, diese Kirche gesehen zu haben, die sich in einem wunderbar detailverliebten Schiff zeigte. Das Museum war nicht, wie gesagt, unbedingt wirklich interessant, aber auch dieses durchliefen wir und fanden dann nach einiger Zeit und schmerzenden Füßen wieder nach draußen, um uns kurz auszuruhen, bevor wir zum Markt am "Rambla de Sant Josep" aufbrachen.

Gegenüber war das Erotik-Museum, in das wir gerne gegangen wären, aber langsam wurde dann doch das Geld knapp und wir entschieden uns dagegen. Eine andere Gruppe von uns war dort und konnte nur Gutes berichten, was natürlich den Wunsch hegt, wirklich sehr bald wieder zu kommen, um alles nachzuholen, was man sich nicht hatte anschauen können.

Der Markt diente uns nun zum Mittagessen und ein leckereres Mittagessen hätte es nicht geben können. Günstig und bunt bekamen wir eine Schale voller verschiedener Südfrüchte und, für nur einen Euro pro Becher, frischgepresste Säfte (die Gruppe am Vortag war nachmittags auf diesem Markt gewesen und für alle, die vorhaben, dort auch frische Säfte zu probieren: kurz vor Schluss bekommt man 2 für 1).
© Philipp Schöpflin
© Philipp Schöpflin

Diese Fruchtsäfte haben es so was von in sich, dass man glauben könnte, dass Drogen beigemixt wurden.

Der Frische-/Frucht-flash wurde uns auch gestern schon beschrieben und man hat tatsächlich das Gefühl, die nächsten Stunden bester Laune zu sein.

Ich schätze, es lag aber wirklich daran, dass die Früchte einfach pur und frisch waren, nicht, dass jemand auf den Gedanken kommt, wir wären ernsthaft der Meinung, dass etwas dazugetan wurde, auch wenn man das hätte glauben können - bei der Wirkung.

Und wer gerne Paprika und Co isst, findet dort ein wahres Paradies an riesigem Gemüse und Früchten in allerbester Qualität zu Preisen, von denen man zuhause nicht einmal wagt zu träumen.

Hier werden Kiwis noch in Kilogramm und nicht in Stück berechnet, und man darf sich vorstellen, dass 1,99 Euro für ein Kilo frischer Kiwi einfach ein Preis-"Luxus" ist, an dem wir uns in Deutschland nicht erfreuen dürfen.

Unser weiterer Weg führte uns dann zum Wohngebäude "Casa Milá", das ebenfalls vom Künstler Gaudi entworfen wurde.

Leider hatte sich unsere Geldbörsen auf dem Weg dorthin nicht von allein erholt und unsere Füße drohten mit Streik bei jedem weiteren Schritt, dass wir uns schwermütig dagegen entschieden, den Eintritt zu bezahlen, um das Haus zu erkunden. Noch so etwas, das unbedingt beim nächsten Besuch nachgeholt werden muss, denn die Bilder sprechen für sich, die von einer anderen Gruppe aus unserer Klasse gemacht worden sind - ebenso wie die Erzählungen über dieses Kunstwerk der Architektur. Hiermit nun ein kleiner Bericht von Hanna, die den Aufstieg wagte:

© Philipp Schöpflin, Susanne Walter & Hanna Metzger

"La Casa Mila" geschrieben von Hanna

Es war ganz schön warm, total am Ende trottete ich der Gruppe hinterher. Ich wollte einfach nur noch eins: Schlafen!!! Denn mal abgesehen von dem ständigen Einnicken in der U-Bahn, war damit nicht viel in der vergangenen Nacht.

"Kommt jetzt gehen wir ins Gaudi-Haus!" Ich dachte nur: "Oh nee, was ist das denn jetzt schon wieder, muss man sich da bewegen?" Da tauchte es auf einmal unverhofft vor mir auf, und mich muss sagen, dieses riesige, außergewöhnliche Gebäude beeindruckte mich. "Also gut", dachte ich mir, "schauen wir es uns halt mal an."

Schon beim Betreten spürte ich dieses besondere Flair, das dieses Haus auszustrahlen schien. Man kam in eine Art Eingangshalle, die nach oben hin geöffnet war und einen beeindruckenden Blick auf die Innenfassade des Hauses bot. Wir bekamen Kopfhörer, mit denen wir dann durch das Haus laufen und uns mit Informationen über Gaudi und sein Haus berieseln lassen konnten, welches in der Zeit von 1906-1910 gebaut worden war.

Da das Haus bewohnt ist, sind nur die Dachterrasse, der Speicher und das oberste Stockwerk zu besichtigen. Also ging es ab nach oben, dabei stellte sich die Frage: "Aufzug, oder die 7 Stockwerke zu Fuß bewältigen?"

© Hanna Metzger

Doch da man ja schließlich sportlich ist entschied ich mich für die Erklimmung des Haus zu Fuß. Bei Erreichen des 6. Stockwerkes meldete sich dann prompt mein Kreislauf und kündigte an, sich demnächst zu verabschieden. Also erst mal nichts wie raus auf die Dachterrasse an die frische Luft!

Ich stolperte also raus und verfiel erst mal in ein staunendes Schweigen, denn der Ausblick, der sich mir bot, war überragend.

© Hanna Metzger

Man sah nicht nur ringsherum auf die schönen Straßen Barcelonas, sondern auch auf die chaotischen, lieblichen Hinterhöfe. Die Dachterrasse selbst ist nicht weniger interessant, als der wunderschöne Ausblick. Mit abstrakten Wasserspeichern und Skulpturen geschmückt, kommt man sich vor wie in einer anderen Welt, weit weg von dem wuseligen Barcelona 37 Meter weiter unten.

Nur schweren Herzens trat ich dann den Rückzug an, um mir in dem stickigen Speicher eine Ausstellung über die Werke Gaudis anzuschauen. Danach ging es in den 6. Stock, in dem eine Wohnung mit realgetreuer Ausstattung aus den 20er-Jahren den Flair des damaligen Lebens beeindruckend nahe brachte. Es stellt die Wohnung einer Oberschicht-Familie dar. Die Wohnung ist sehr geräumig und für die damalige Zeit luxuriös eingerichtet. Durch die runde Bauweise des Hauses sind alle Zimmer mit Tageslicht durchflutet - bis auf eines, das des Zimmermädchens ...

Da wir schon viel zu lange in dem Haus waren und die Armen, die draußen geblieben waren, geschlagene zwei Stunden warten ließen, mussten wir dann schleunigst den Rückweg antreten. Während die anderen weiterliefen, schaute ich noch mal etwas wehmütig zurück. Ich hätte nie gedacht, dass ein Haus so viel von sich erzählen kann.

Dies alles hoffen wir auch irgendwann doch noch mit eigenen Augen sehen zu können. Und in unserer Geschichte fanden wir uns mit dem Bus bald wieder vor der Herberge ein, besuchten unseren Supermarkt und warteten auf die anderen. Es war der letzte Abend und wir wollten gemeinsam essen gehen, doch einige Vorkommnisse, teilweise auch durch ein paar Irrfahrten, waren wir letztendlich nur die Hälfte, die dann aufbrachen, um in der Altstadt eine Bleibe zu finden, in der wir gut und günstig unseren Hunger stillen und den letzten Abend gemeinsam genießen konnten.

Voll. Das war die einzig passende Bezeichnung für die Innenstadt-Restaurants gegen 21/22 Uhr. Alle waren restlos voll und sogar so überfüllt, dass die Leute auf der Straße anstanden, bis Plätze frei wurden und sie in die teils sehr kleinen, urigen Lokale rein konnten. Am "Placa Rèal" war es eindeutig zu teuer und so schlenderten wir weiter, bis wir dann in der zweiten Seitengasse ein kleines Lokal fanden, das gerade mal so unsere 11 Hintern aufnehmen konnte und in dem sonst niemand saß (hätten wir hier aufmerksam sein sollen?).

Dort brachten wir es fertig, dem englischfremden Mann zu erklären, dass wir gerne die Tische zusammenschieben würden, was er dann tat, ohne unsere Hilfe annehmen zu wollen und uns etwas forsch zurechtwies, ihm nicht zur Hand zu gehen (hätten wir hier vielleicht etwas ahnen können? Das Zeichen werten ... den roten Faden, Ihr wisst schon ...).

An dieser Stelle möchte ich gerne im Namen der Klasse ein riesiges Dankeschön an Gonzalo aussprechen, dessen Muttersprache Spanisch ist, und der uns immer weiterhelfen konnte, wenn es schwierig wurde. Gerade in dieser Situation, in der Gonzalo erst später dazu kam, wussten wir, wie unglaublich wenig hilfreich Englisch in dieser Stadt war.

© Hanna Metzger

Hanna & Gonzalo

Auch an Hanna, die ebenfalls etwas Spanisch kann, unseren herzlichen Dank! Leider war auch sie in diesem Moment noch nicht nachgekommen und wir behalfen uns, die Karte dann in Französisch, mit Hilfe von Frau Blumenstock, zu lesen und dann in Spanisch zu bestellen, was zumindest teilweise ganz gut klappte, auch wenn die meisten Gerichte offensichtlich gar nicht verfügbar waren (hätten wir vielleicht HIER endlich mal etwas stutzig werden sollen?).

Das Essen allerdings war sehr gut und die Preise wirklich gut anzunehmen, nur als dann die Rechnung kam, waren wir doch etwas ratlos, denn es schien, als hätte irgendwer nicht bezahlt. Man sollte hier dazu sagen, dass man in Spanien eine einheitliche Rechnung bekommt und nicht gesplittet wird, was heißt, dass wir uns selbst darum bemühen mussten, alles Geld zusammenzusammeln und dann in einem Zug zu bezahlen, weil die Kellner generell nicht einzeln abrechneten. Jedenfalls fehlten 11 Euro, aber keiner wollte es gewesen sein. Dank Gonzalo, der mittlerweile mit den anderen auch eingetroffen war, konnten wir dann nach langem Hin und Her herausfinden, dass der Kellner/Besitzer des Lokals pro Kopf 1,00 Euro veranschlagt hatte, um das Brot zu berechnen, das er ungefragt auf den Tisch gestellt hatte.

Es ist in Spanien und auch in anderen südlichen Ländern üblich, dass man eine Pauschale für Brot und Besteck etc. bezahlt. Auch wenn ungefragt Wein auf den Tisch gestellt wird, ist das keine Zugabe aus Freundlichkeit, sondern wird eiskalt berechnet, wenn man das nicht weiß und sie nicht direkt ablehnt.

Das wussten allerdings einige von uns und so haben wir nur eine der zwei Weinflaschen angenommen, die uns aufgetischt wurden. Das Brot allerdings, das hart wie Stein war und vielleicht die Menge eines mittleren Baguettes umfasste, wenn man es zusammenrechnete, pro Kopf zu berechnen und somit 11,00 Euro zu verlangen, zerrte an vor allem Frau Blumenstocks Nerven.

© Susanne Walter

Doch alles Ärgern und (diesen) Äußern half nichts und somit hatten wir unsere zweite Rechnung gefunden, die ohne Trinkgeld bezahlt wurde. Es war nur eine Kleinigkeit, aber sie summierten sich zu ein paar weiteren, die hier nicht alle aufgeführt wurden.

© Susanne Walter
Dennoch ließ das unsere Laune nicht schwanken. Wieder trennten wir uns in zwei Gruppen. Die eine, die noch nicht gegessen hatte und weitersuchte, bis sie etwas fand, wo sie wirklich gute, große Portionen günstige Paella bekommen konnten und danach wieder zum Strand fanden, und die andere, die sich lustig und gesellig zurück zur Herberge begab.

Wir hatten viel Spaß mit einigen Geschichten, und Katjas Talent eines Komödianten erheiterte uns bis zu Lachtränen und Bauchschmerzen. Vielen Dank für Deine gestenreichen Geschichten, Katja, das war wirklich einfach nur wunderbar; und dabei wollte Frau Blumenstock Herrn Eisenmann nur unsere 10-Betten-Mädchen-Wohnsituation vor Ort zeigen, aber so klingen nun einmal die schönsten Abende aus.

Einige Nachtschwärmer trafen dann nach und nach im Zimmer ein und es wurde eine recht kurze Nacht. Doch da wir am nächsten Tag kaum Zeit hatten, und nicht mehr tun konnten, als packen und aus der Herberge auschecken, war Müdigkeit im Flugzeug auskurierbar.
© Philipp Schöpflin

05. Juni 2008
4. Tag - Die Abreise

Schwer beladen und nun teilweise mit Übergewicht im Gepäck checkten wir am Flughafen ein, nachdem wir den beschwerlichen Weg zum Airport gemeistert hatten. Der Flug ging pünktlich und ein schweizer Pilot brachte uns sicher nach Basel zurück, worüber eine dicke Wolkendecke hing und das Gemüt erschwerte.

Etwas Fernweh war sehr wohl bei vielen zu spüren, wären wir doch gerne noch viel länger geblieben.

Die Zeit war einfach viel zu kurz und auch, wenn der rote Faden glaubte, er müsste uns immer wieder einwickeln, so war es eine wunderschöne Zeit unter der Sonne in einer Stadt, die schon vor über 2.000 Jahren als Siedlung bestand.

© Felix Manicke

Katja wurde dann zwar noch vom Zollbeamten in Basel aufgehalten und mit Fangfragen gelöchert, auf die sie auch noch ausführlich einging, weil sie nicht wusste, dass es sich um Fangfragen handelte, aber letztendlich durften wir sie dann dennoch wieder mit nach Freiburg mitnehmen ;)

© Hanna Metzger

Hier schien der rote Faden dann sein Ende gefunden zu haben und wir können sagen:

Es ist nichts weiter passiert, bis auf ein paar Kleinigkeiten, die diese Reise aber zu etwas Besonderem machten, das wir sicherlich so schnell nicht vergessen werden - neben den wundervollen Eindrücken, die wir von dieser Stadt mitnehmen konnten.

Kleinigkeiten & Fazit
Glücklicherweise wurde niemandem von uns etwas gestohlen, aber zwei Leute berichteten davon, dass sie Diebstähle mitbekommen hatten. Der eine sogar direkt vor der Rezeption, wenn die Geschichte stimmt.

Hier war eine junge Lehrerin mit ihrer noch viel jüngeren Schulklasse angekommen, hatte Tickets, Geld und Ausweise der Kinder bei sich, weil diese eben noch etwas jung waren, und hatte ihren Rucksack nur für einen Moment vor der Rezeption aus den Augen gelassen - und dann war er weg. Wie gesagt, nicht alle von uns sind sich so sicher, ob das wirklich so passiert ist, wie die junge Lehrerin es erzählte, weil wirklich über-

© Philipp Schöpflin

haupt niemand jemanden bemerkt hatte und der angrenzende Aufenthaltsbereich voller Leute war, aber dass die Sachen gestohlen wurden - unter welchen Umständen nun auch immer - war offensichtlich Tatsache und für die Lehrerin ein tränenreicher und sehr harter Schlag. Wir wollten alle nicht in ihrer Haut stecken.

Der zweite Diebstahl geschah dann im Einkaufszentrum, in dem einige von uns mitbekamen, wie jemand aufgebracht herumschrie. Ihm wurde die Hosen-/oder Jackentasche aufgeschlitzt, um an den Geldbeutel zu kommen. Wir können von Glück sagen, dass wir keinerlei solcher Erlebnisse in unserer Gruppe zu verzeichnen hatten, wurden wir doch mehr als oft darauf hingewiesen, dass wir unsere Taschen bei uns tragen und vor unserem Bauch halten sollten.

Einzig Frau Blumenstock erlag dem Hütchenspiel, doch darauf wollen wir jetzt lieber nicht näher eingehen, sonst könnte die Rache bittersüß enden ;)

Vielen Dank Euch allen für diese wundervolle Zeit und Barcelona sieht zumindest mich sicherlich bald wieder - sobald, wie es nur möglich ist!

© Philipp Schöpflin

Wer mehr Photos von unserer Studienfahrt nach Barcelona sehen möchte, kann gerne in die Zeitungshauptgalerie schauen. Viele Bilder mehr findet Ihr in unserer Klassengalerie auf www.2010-abitur.de. Vielen Dank für vor allem an Philipp, Susanne, Felix und Hanna für ihre ausgezeichneten Aufnahmen, die wir hier verwenden durften :)

Weiterführende Links

Barcelona - englisch und spanisch www.barcelona.es (Spanisch/Englisch)
Barcelona - deutsch www.barcelona.de (Deutsch)

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