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Im
Laufe des Jahres 2009 soll es eine Ampel für
Nahrungsmittel geben, das ist noch nicht sicher,
weil die Industrie gerne andere - weiterhin
verschachtelte Wahrheiten angeben möchte,
um ihren Absatz nicht zu beeinflussen, aber
zumindest ist es angedacht. Grün für
Lebensmittel mit wenig Fett/Zucker/Salz, gelb
für annehmbar und rot für das "Vorsicht"-Prädikat. |
Ich würde es willkommen heißen, aber ich
glaube, trotz allem bleibt es ein Dschungel, so wie
offensichtlich immer mehr Dinge zum Dschungel werden,
in dem sich nicht einmal mehr sogenannte Experten
auszukennen scheinen: Datendschungel, Versicherungschinesisch,
Handytarifverwirrungen, Preisvergleiche, bei denen
man nicht mehr weiß, ob der angeblich neutrale
Part nicht gekauft wurde, Medizin, Gesundheit, Diäten,
Ernährung ...
Und
somit überlasse ich meine Worte jetzt
dem letzten Thema, das mit dem vorletzten
anknüpft.
Wie
viele Artikel wurden schon geschrieben, gelesen,
überflogen, überblättert, im
Fernsehen angesehen oder weggezappt, die um
das Thema Ernährung handelten?
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Vor
allem auch von Frauen, die eben versuchen, ihr Gewicht
zu halten oder zu reduzieren, von denen einige es
nicht einmal nötig hätten, letzteres zu
tun. Aber auch das Thema des Abnehmwahns wurde schon
zuhauf diskutiert.
Gesättigte
Fettsäuren? Im Augenblick ist wohl eher das Thema:
gesättigte Informationen, aus denen man nicht
mehr schlau wird, man weiß nicht mehr, wem man
glauben soll, nicht mehr, was man kaufen, mögen,
nicht mögen, bevorzugen, vernachlässigen
oder lieber im Regal liegen lassen sollte. Dschungel.
Und das auch in der Werbung, denn um diese zu verstehen,
sollte man zumindest in Biologie, und besser noch
Chemie aufgepasst haben - Ausdrücke und Bezeichnungen,
weil sie wichtiger klingen. Cerealien (kennt nicht
mal Word), anstatt Getreide - wer sagt schon, dass
in seinem Joghurt Getreide drin ist. Hört sich
ja nicht wirklich kaufenswert an.
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Ich
habe zu viel Gewicht und das muss runter - es
ist keine Einbildung, sondern Tatsache, was
ich mit Zahlen belegen könnte, das aber
sein lasse. Nun, ich muss mich also erst mal
mit meiner Ernährung auseinandersetzen.
Einiges habe ich gelernt und aus einer Ernährungsberatung
mitgenommen. Wunderbar, klappte auch ganz gut
soweit. Positive Erfolge - und zuhause? |
Da
wird einem das Essen leider nicht von einer Ernährungsberaterin
gekocht, sondern man muss selbst ran. Außerdem
ist das alles schon so lange her, dass ich eine Auffrischung
bräuchte.
Suche
ich also im Bekanntenkreis nach Leuten, die ebenfalls
Ernährungsseminare besucht, teils sogar selbst
gegeben haben. Hole mir hier Tipps und ich kann mich
glücklich schätzen, eine gefunden zu haben,
die mir nicht nur Tipps gibt, sondern jede Menge Unterlagen.
Des weiteren habe ich ja auch ein Allgemeinwissen
und einen logischen Verstand, der mir ebenso einiges
erklärt sowie ein paar andere kleine Quellen,
die scheinbar weiterhelfen könnten.
Die
Zeit, in der man sich in Frauenzeitschriften
Rezepte und Diätvorschläge durchliest,
hab' ich schon vor einigen Jahren hinter mir
gelassen, denn Ananas-Diät, Trennkost und
FDH ist sicherlich nichts auf Dauer Gesundes
oder Glücklich-machendes und ein Patentrezept
gibt es nun einmal nicht, sonst würden
das alle anwenden. |
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So viel Verstand kann ich also aufbringen, wenn ich
wieder irgendwo lese: "Die ultimative Diät
entdeckt". Ich will aber keine Diät machen,
sondern mich gesund ernähren. Zumindest mit einem
haben sie alle Recht: die Ernährung muss umgestellt
werden.
Dass ich dabei aber
radikal vorgehen müsste, was der Mensch als Gewohnheitstier
nicht mal eben so kann, das interessiert nicht. Klar
nicht, man will ja mit seinen Artikeln und Rezepten
keine aussichtslosen Prognosen verkaufen, sondern
das Heft, und das verkauft sich eben nur, wenn man
positive Effekte beschreibt und alles andere mal geflissentlich
ignoriert.
Ein erstes Erfolgserlebnis
stellt sich ein, weil ich mir einrede, dass ich es
doch tatsächlich schon mal geschafft habe, eine
grobe Aussortierung zu erhalten, die den Jojo-Effekt
eben nicht begünstigt, weil es sich um keine
Diät handelt, sondern um ernstzunehmende "Literatur".
Nun begebe ich mich also dazu, diese Literatur und
auch die dazuerhaltenen, für mich wertvollen
Informationen zu sortieren. In der Hoffnung natürlich,
ich könnte damit schon beginnen, einen Ernäherungsplan
aufzustellen, in dem einfach alles gut werden wird.
Doch
schon im Vergleich zweier Broschüren stellen
sich Widersprüche ein, die dann gleichwohl noch
mit einer dritten Möglichkeit kombiniert werden,
aber gar nicht zusammen, sondern gegensätzlich
beschrieben wird.
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So
heißt es doch in einem, ich solle das
Fett reduzieren und so gut wie möglich
darauf verzichten. Halte ich für logisch,
denn Fett kommt von Fett. Soweit so gut, doch
braucht mein Körper auch Fett, um richtig
arbeiten zu können.
Somit
kann ich schon mal streichen, es komplett aus
der Ernährung zu nehmen, wohl auch deswegen,
weil mein Ziel ist, meine Ernährung so
umzustellen, dass ich eben nicht verzichten
muss, auch wenn ich reduziere, aber FDH soll
es auch nicht werden - gesund eben, nachhaltig,
dauerhaft.
Mein erster Punkt auf der Liste ist also: Fett
reduzieren. Die Frage, die sich hierbei nun
stellt ist:
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Welches Fett sollte man nehmen? Lieber pflanzliches,
wird mir gesagt, also schaue ich in meinen Unterlagen,
die teils sehr wissenschaftlich sind, und finde in
den einen auch Bestätigung. In den anderen allerdings
heißt es gleich auch, ich solle auch keine Margarine
nutzen, denn auch wenn diese bekannter Weise pflanzlich
ist, enthält sie eben Inhaltstoffe, die den Körper
auf andere Art schädigen können. Also auch
keine Margarine. Nehmen wir pflanzliches Öl,
kann ich zwar nicht auf mein Brot schmieren, aber
macht ja nichts. Beschäftige ich mich eben erst
mit dem Braten und Salaten.
Dann heißt es
natürlich, man nehme eine Teflonpfanne und brate
sein Fleisch in Mineralwasser. Habe ich ausprobiert,
gibt kaum Einbußen, schmeckt kaum unterschiedlich
- mache ich so. Warum auch nicht?
Was
ist aber mit meinen Salaten? Wer glaubte, dass Joghurtdressings
gesünder als Essig-und-Öl-Dressings seien,
der irrt. Nicht nur, dass im Joghurtdressing wieder
von tierischem Fett die Sprache ist, es ist auch generell
ein Dickmacher, wenn man sich hier nicht an den säuerlichen
Naturjoghurt hält und das Dressing selbst macht.
Allerdings haben wir hier dennoch wieder den Punkt
mit dem tierischen Fett und davon wollten wir ja so
gut wie möglich wegkommen, also keine Joghurtdressings,
wenn man hier schon austauschen kann.
Lustigerweise
habe ich jetzt entdeckt, dass es Fertigdressings
gibt, die kein Öl enthalten. Fand ich gut.
Aber bei näherem Hinsehen beinhalten sie
einen großen Anteil Zucker und andere
eigenartige Zugabestoffe, bei denen ich dann
wieder erfahren muss, dass man von denen auch
die Finger lassen sollte. Vor allem eben der
Zucker ist es, der bei übermäßigem
Verzehr zu Fett umgewandelt wird. |
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Wenn das jetzt nur in der Salatsauce wäre, dann
hätte ich hier wohl auch eine Ausnahme einbauen
können, aber da ich ein sehr süß-essender/-trinkender
Mensch bin, fällt diese Ausnahme flach, denn
ich kann meinen Kaffee nicht ohne Zucker trinken und
bin auch kein Fan von Mineralwasser, Süßstoffe
machen mir Magen-Darm-Beschwerden und sind zudem auch
nicht gerade gesund. Abgehakt.
Was
mache ich also mit meinem Salat? Ich rühre die
Sauce an mit Essig und Wasser, Kräutern und Gewürz
und hoffe darauf, dass mir meine Freundin nicht an
die Gurgel springt, weil das alles nach nichts schmeckt,
denn Maggi ist ebenfalls nicht gesund wegen des Glutamats
(ist also kein Kraut, auch wenn es nach Liebstöckel
schmeckt) und Brühwürfel nach Omas Rezepten
haben zu viel Salz, sind mit chemischem Eiweiß
überlastet, haben gehärtete Fette und weisen
ebenfalls einen hohen Anteil an Glutamat auf.
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Sie,
meine Freundin, ist übrigens leidenschaftliche
Salzesserin, ich bin hier glücklicherweise
nicht sehr versalzen, sonst hätte ich noch
ein Problem, um das ich mich zu kümmern
hätte, denn Salz ist auch nicht gerade
gesund für die Ernährung - zumindest,
wenn es zuviel ist. Und hier würde es dann
beginnen mit: Meersalz, mit Iod, mit Fluor oder
ohne, das alles, oder ohne Zusatz?
Denn
auch hier habe ich schon verschiedene Meinungen
von verschiedenen Seiten gehört, denn das
Iod soll gar nicht so gesund sein, wenn man
mindestens ab und an mal Fisch isst. |
Den dann nicht paniert und nicht geölt und überhaupt
... darf man eigentlich überhaupt was? - man
soll dementsprechend sowieso auf Vitaminpillchen und
ähnliches verzichten, denn durch das angereicherte
Essen unseres Zeitalters bekämen wir von allem
schon reichlich - oft zuviel.
Essen ist übrigens
auch Kultur und nicht nur strikte Figurbeachtung.
Essen soll Genuss sein, denn es ist das einzige, das
wir täglich Gesunderweise fünf Mal tun sollten,
und das in kleinen Portionen. Männer mögen
es, wenn eine Frau weiß, wie man dezent speist,
und generell schmeckt es doch einfach auch so gut,
dass man wirklich lernen muss, Stopp zu sagen, das
kann man ja mal wieder haben, nur nicht so viel auf
einmal. Sprich: Darauf wäre dann noch zu achten.
Aber
zurück zum Zucker, zum Fett und zur meinen Nachforschungen.
Machen wir einen Zwischenstand: Wir haben herausgefunden,
dass wir unser Fleisch in Mineralwasser braten und
unseren Salat mit Kräutern, Essig, Wasser und
Gewürz anmachen, aber nicht viel Salz verwenden
und keine Gewürzsaucen.
Welches
Fleisch wollen wir haben? Ein gutes, das ist klar.
Hier stellt man sich dann einfach um, in dem
man Pute oder Hähnchenbrust (nicht gegrillt,
keine Haut - nur damit wir uns verstehen) nimmt,
das ist das magerste Fleisch. Wer jetzt zusätzlich
noch der Überzeugung ist, er müsste
Ökoprodukte verwenden und gleich darauf
achten, wie die Tiere vorher gelebt haben, sollte
meiner Ansicht nach Veganer werden. |
|
Da
ich dieses "Problem" nicht habe, fällt
es mir einfacher, bei diesem Fleisch zu bleiben, auch
wenn es teurer ist als Schwein.
Schwein lasse ich
gerne weg, es schmeckt ganz okay, aber noch lange
nicht so gut, wie Geflügel (Ente ist übrigens
tabu - viel zu viel Fett). Kalb bzw. eher Rind ist
als Alternative dann auch ganz wichtig, denn man bekommt
aus gesundheits-/hygienegesetzlichen Gründen
irgendwie - zumindest in "meinen" Supermärkten
- kein Hackfleisch aus Geflügelfleisch, und einen
Fleischwolf habe ich zuhause nun einmal eben nicht
und will mir auch keinen anschaffen.
Auf unserer Liste
können wir also auch das Fleisch abhaken, das
natürlich wenig gesalzen und in Mineralwasser
gebraten wird. Es beginnt schon fast Spaß zu
machen, sich ein Menü zusammenzustellen, aber
nur fast, denn vergessen wir nicht, dass man ja nicht
täglich das gleiche essen möchte, aber egal.
Der Gesundheit zuliebe sollte diese Zeit schon sein.
Ich
begebe mich nun dazu, mir zu überlegen, was ich
zu diesem Fleisch serviere. Salat gibt es ja schon.
Zwiebeln mag ich nicht, das ist nicht gut, wenn man
damit rechnen möchte, körperlicher Lust
mit seinem Partner nachzugehen und Knoblauch schlägt
sich somit meistens ebenfalls aus.
 |
Gemüse.
Gemüse ist gesund. Das lernt man schon
als Kind. Natürlich schmeckt der Spinat
mit dem "Blubb" am besten, aber
genau dieser "Blubb" ist es, der
fett macht - Sahne. Kein Wunder.
Fett
ist Geschmacksverstärker, also müsste
ich Blattspinat nehmen. Mancheinem mag der
schmecken, mir nicht, also suche ich mir anderes
Gemüse. Was sagte man mir also noch:
|
Man solle schockgefrorene Gemüsesorten nehmen,
denn da seien die meisten Vitamine drin. Ich dachte
zwar immer, ich kaufe lieber frisch, aber wenn das
jetzt von allen Seiten kommt, vertraue ich darauf
und ich bin überzeugt, dass es stimmt. Wenigstens
was. Auch wenn ich keinen Vorrat anlegen kann, denn
in mein Gefrierfach passen angeblich drei Liter, was
mir oft aber nicht so vorkommt.
Schockgefroren
sind dann allerdings nicht nur die Gemüsesorten,
sondern auch die beigefügte Kräuterbutter,
der Rahm, die Sahne oder was auch immer. Ich muss
also in den kleinsten Teil der Gefriertruhe ausweichen,
um Gemüse zu finden, das ohne Zusatz schockgefroren
ist. Ist nicht viel Auswahl, aber möglich. Ich
hab' das auch schon gekauft, man versucht es ja.
Aber
habt Ihr schon mal Gemüse gegessen, das
gedünstet wird, dem man kaum Salz zufügen
sollte, sondern Kräuter, die man sich meist
einfach nicht leisten kann, weil man Bafög
bekommt, das nicht reich macht, und auf die
Sauce zu verzichten hat, weil eben die hauptsächlich
mit Zutaten gemacht wird, die fettig sind bzw.
fett machen? Ich kann das mal, aber ich kann
das nicht jeden Tag. |
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Mir
wird davon nach einiger Zeit wirklich ziemlich schlecht
und die Lust auf Gemüse will ich mir nun nicht
verderben.
Aber
gut, nehmen wir in die Liste auf, dass man ab und
zu auch mal schockgefrorenes Gemüse dazu dünsten
kann, das keinen Zusatz auf Butter oder Rahm hat.
Fortschritt, der begeistert. Und vielleicht ringe
ich mich auch mal dazu durch, Blattspinat zu konsumieren,
auch ohne Blubb und weitere Zusätze. Erbsen,
Karotten ... ach nein, Karotten sollte man dann als
Raucher auch dezent essen, denn mittlerweile ist bekannt,
dass Betakarotin für Raucher schädlich ist,
gar krebserregend, weswegen man damalige Studien sofort
stoppen musste.
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So
verwandelt sich die Forschung und auch die Erkenntnis,
und man erlangt von einigem endlich Gewissheit,
das in fünfzehn Jahren wahrscheinlich wieder
umgeworfen wird.
Im
Augenblick aber soll es Fakt sein, also halte
ich mich daran, um kein Risiko einzugehen, denn
ich mag einfach nicht aufs Rauchen verzichten. |
Verhält sich zwar als Widerspruch zum gesunden
Leben, aber gut, auch hier soll es weiterhin um die
Ernährung gehen und nicht um schlechte Angewohnheiten,
die zur Kategorie Sucht zählen.
Wie
schon gesagt und erklärt, kann ich aber nicht
immer Putenfleisch in Salat schneiden oder Gemüse
dazu machen. Eigentlich sollte man ja auf Nudeln verzichten,
aber andere sagen, man muss nicht drauf verzichten,
warum auch, will ich ja auch nicht - und man hört
gern eher denen zu, die einem sagen, was man hören
möchte. Daher werde ich meine Nudeln auch nicht
immer mit Reis austauschen. Nudeln mit Bolognesensauce,
das ist lecker und ich suche also mal Nudeln raus,
kann Geflügelfleisch, wie schon erwähnt,
nicht in Hackfleischform kaufen und greife dann zum
Hackfleisch aus Rind, auch wenn es teurer ist, als
das vom Schwein.
Jetzt
geht es an die Sauce. Die beste, die ich kenne,
ist immer noch die aus der Tüte (oder die
meines Vaters, aber der lebt ja nicht mehr,
also nehme ich die aus der Tüte), aber
wenn man hier mal liest, sollte man sie gleich
im Regal stehen lassen - wie alle anderen Tütengerichte
ebenso. Nicht nur, dass da so viel unnatürlicher
Kram drin ist, es ist auch Zucker drin ohne
Ende und ich mag auf anderen Zucker in meinem
Leben nicht verzichten, also kann nicht auch
noch in meiner Sauce Zucker sein. Somit wird
sie selbst gemacht, wozu ich leider nicht immer
Zeit und Lust habe, aber dann wird es zumindest
gesünder. |
|
Hier
natürlich auch wieder mit Mineralwasser braten,
nicht zu viel Salz, gute Zutaten aus Tomaten und somit
kann ich dann eine eigene Sauce machen, die zwar gut
schmeckt, aber nicht so, wie ich sie gerne hätte,
aber es ist eine Alternative - das Grummeln in meinem
Gehirn versuche ich einfach mal zu ignorieren, dann
klappt's auch mit dem Lächeln.
 |
Zum
Reis zurück: hier natürlich ist
das eine wirklich gute Alternative zu Nudeln
und man kann auch gefüllte Paprika damit
machen, zwar wieder mit Hackfleisch, aber
das ist auch in Ordnung. Hätten wir schon
drei, wenn wir kombinieren, schon vier Gerichte,
vielleicht nach Kreativität auch mehr.
Der
Saft der Paprika ist zwar nicht ganz ausreichend,
um den trockenen Reis zu beleben, aber das
macht dann der Rest des Rindfleisches, was
ich dann aber nicht jeden Tag machen kann,
denn das ist ebenfalls: fett.
|
Problem ist aber noch
Frühstück und Abendbrot. Ich frühstücke
zuhause überaus ungern, obwohl mir von allen
Seiten gesagt wird, dass das die wichtigste Mahlzeit
ist - bitte keine Leserbriefe, ich glaub es ja! Ich
kriege jedenfalls früh morgens nichts runter,
und da komme ich auch nicht drum rum. Ich könnte
jetzt Cornflakes essen oder ein Joghurt, aber Erschreckenderweise
muss ich ja feststellen, dass Cornflakes gar nicht
gut sind (die, die schmecken, haben definitiv viel
zu viel Zucker und alle anderen schmecken - mir zumindest
- nicht, oder ich muss bei jedem Bissen glauben, dass
im Müsli Ungeziefer verarbeitet ist. Man schaut
ja Stern TV, da wird einem so was erzählt) und
dass Joghurt gar nicht so gesund ist, wie man immer
glaubt.
Joghurt
... viel zu viel Zucker, das in Fett umgewandelt wird
und das Fett, das da noch wenig drin sein soll, ist
dann auch noch tierisch - fertiger Fruchtjoghurt wird
von seriösen Ernährungsberatern als Süßigkeit
behandelt, und was soll man nicht zu viel essen, wenn
man aufs Gewicht und seine Gesundheit achten muss?
Richtig. Süßigkeiten. Aber auf Joghurt
zu verzichten? Geht gar nicht.
Also
sollte man Früchte nehmen und diese in
Naturjoghurt mixen. Habe ich schon gesagt, dass
ich zuckerliebend bin? Okay, kein Zucker, bestenfalls
auch keinen Honig, keine Süßungsmittel,
die Süße der Früchte muss reichen.
Da würde ich ja gerne Bananen nehmen, da
freue ich mich schon drauf - aber nein, die
sind unter dem Obst die Fettmacher, aber alles
andere verträgt mein Magen nicht auf Dauer
durch die Fruchtsäuren ... |
|
Spricht
also schon mal gegen eine Obstdiät, die ich ja
eh nicht machen möchte. Aber ich hätte mich
schon darauf einlassen können, mehr Obst zu essen,
vor allem wäre das etwas gewesen, das mir richtig
Freude bereitet hätte. Juhu, endlich etwas gefunden,
das ich der Gesundheit und Figur zuliebe machen kann,
so schwer ist es ja doch nicht.
Und:
ach nee, doch nicht, denn egal was ich finde, ich
sollte langsam dazu übergehen, mir klar zu machen,
dass es eben niemals schön wird, denn: Man soll
seinen Obstkonsum (ob nun Früchte oder frisch
gepressten Saft) pro Tag auf 300g beschränken,
alles andere wäre wieder nicht so gesund. Und
somit muss ich hier auch wieder Einschränkungen
machen - auf der anderen Seite, wenn ich doch schon
austauschen möchte, wird mir hier wieder ein
Riegel vorgeschoben. Frustrierend - ganz ehrlich!
 |
Alternativ
soll man auch Marmelade in ein Naturjoghurt
rühren dürfen, weil das immer noch
besser sei, als einen gekauften, gesüßten
Joghurt zu essen. Aber da frage ich mich dann
wieder nach dem Zucker, denn Marmelade wird
bekannter Weise aus 50% Früchten und 50%
Zucker gemacht. Daher schreckt mich das schon
"etwas" ab und klingt mehr als Widerspruch,
als als alles andere. |
Aber
behelfen wir uns einfach mit dem einfachen Fruchtjoghurt,
das man sich selbst aus Naturjoghurt und Früchten
macht, ohne zu süßen. Hatte ich schon erwähnt,
dass ich nicht verzichten wollte?
Ein
Brot oder zwei wären gut, denn in der Schule
kommt mein Frühstückshunger dann doch, das
kenne ich schon - und in der Mittagspause sollte man
ja auch nicht ohne da sitzen (Frittenbude, Dönerladen,
Pizzeria oder Bäcker sind ohnehin tabu). Denkt
man, dass Vollkornbrot das Beste wäre, hat ja
viele Ballaststoffe, irrt man allerdings, denn liest
man mal die Zutaten des dunklen Brotes, das man so
kaufen kann, durch, findet man dort erschreckenderweise
Zuckerrüben- und Karamellsirup, was mich das
Paket dann definitiv wieder ins Regal zurückstellen
lässt.
Pumpernickel
hat das nicht, zumindest das echte, aber das
ist auch so trocken, dass man es ohne Frischkäse
(Fett, tierisches), Butter (noch mehr tierisches
Fett) oder Margarine (wird wegen anderer Inhaltsstoffe
abgelehnt) einfach kaum essen kann. Quark. Quark
wäre die Alternative, schmeckt säuerlich,
kann man mit Kräuter anreichern (wie war
das mit dem Preis?), |
|
sollte Magerquark sein, ist auch tierisches Fett,
aber dennoch noch besser als alles andere, aber ob
es dann auch ständig und immer schmeckt, ist
fraglich. Ich jedenfalls bekomme nach einigen Tagen
davon einen Heißhunger auf alles andere, was
nicht Sinn der Sache sein kann, denn den soll man
ja nicht heraufbeschwören.
Man
kann übrigens für ein Croissant ganze fünf
Laugenbrötchen essen. Natürlich sollte man
das nicht tun, aber es ist natürlich schön
zu hören, dass es was gibt, das man essen kann
und einiges einspart. Bestenfalls aber verzichtet
man schon auf solche Backwaren, wobei ich noch mal
betone, dass ich nicht gänzlich verzichten werde,
daher nehme ich die Alternative an, muss aber dann
eben weiteres suchen, was ich einschränke.
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Nehmen
wir den Aufschnitt: Käse und Wurst mag
ich sehr gerne, aber zusammen soll man sie
nicht essen, denn das Phosphor in der Wurst
macht das Kalzium im Käse kaputt.
Puren
Käse mag ich allerdings nur, wenn ich
wirklich grade Lust drauf habe. Also wird
es eben nicht kombiniert und endet dann doch
bei der Geflügelwurst, die je nach Anbieter
sogar schmeckt.
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Tomate,
Gurke oder Paprika drauf und noch ein Salatblatt und
ich bin glücklich. Somit wäre das eigentliche
Frühstück in der Schule gerettet und wenn
ich gut drauf bin, kann ich mir meine 300g-Portion
Obstsalat auch noch mitnehmen, natürlich ungezuckert.
Mache ich übrigens nicht, denn morgens mag ich
wach werden und mich nicht an klebrigen Fingern stören
müssen, weil ich Obst klein schneide. Aber zumindest
wäre da so eine Möglichkeit.
Jetzt soll man täglich
mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit trinken,
im Sommer oder beim Sport, den ich ja meide, gar noch
mehr. Was wird empfohlen? Klugerweise sind sich hier
alle einig: Wasser, gleich ob still oder mit Kohlensäure,
oder ungesüßten Tee. Ich hatte erwähnt,
dass ich Zucker liebe? Und genau hier ist das Problem,
dass ich auf diesen nicht verzichten möchte:
Bei den Getränken. Wenn es warm ist und ich wirklich
Durst habe, dann trinke ich gerne ein Wasser, aber
das ist nicht die Regel. Tee ist super, aber ungesüßt
schmeckt er mir nicht.
Ich
habe natürlich in meinen klugen Artikeln auch
gelesen, dass dieses Zuckerlechzen reine Angewohnheit
ist. Ich könnte mich also wohl umgewöhnen,
aber ich mag nicht und so wird es vielen gehen, die
ebenso, wie ich, nicht auf alle Annehmlichkeiten in
der Esskultur verzichten wollen. Was mache ich also?
Ich gehe in den Supermarkt und schaue mir die Kalorien
an. Ich wollte niemals Kalorien zählen, ich hatte
einen Schwur darauf abgeleistet, aber mir bleibt ja
keine andere Wahl. Es soll nicht ungesüßt
sein, aber es soll auch nicht viel Zucker haben und
viele Kalorien schon gar nicht. Süßstoff
ist ebenfalls tabu.
Apfelsaftschorle
geht nur, wenn man ihn selbst zusammenmixt aus
100%igem Saft ohne Zuckerzusatz und Wasser,
mache ich auch hin und wieder, zuviel allerdings
schlägt mir mal wieder auf den Magen und
ich habe die Befürchtung, irgendwelchen
Allergien zu unterliegen, wenn ich zuviel davon
konsumiere, obwohl es wirklich schmeckt. Dazu
kommt aber auch, dass man ja nicht mehr als
300g Obst und so weiter - und da zählt
der Apfelsaft mit rein. |
|
Also muss ich noch
anderes finden. Limonade sollte natürlich komplett
tabu sein. Wenn wir knapp bei Kasse sind, geht es
leider schlecht, aber zumindest versuche ich den gesüßten
Sprudel durch Apfelsaft auszutauschen, wenn mein Magen
mitmacht. Und mittlerweile haben wir jetzt auch einen
"Soda Club", der uns einiges erleichtern
wird - so hoffe ich. Was ich im Supermarktregal allerdings
auch finde, sind wirklich leckere Getränke, die
wenig bis kein Zucker haben und nur sehr wenige Kalorien,
aber die sind dann so teuer, dass wir sie uns nur
im Ausnahmefall auch wirklich leisten können.
Schade eigentlich.
Kaffee
ohne Zucker geht gar nicht. Ich verzichte ja schon
sehr oft auf Milch, die tut meinem Magen nämlich
auch nicht gut (mal abgesehen davon, dass Milch im
Grundprinzip gar nicht für den Menschen geschaffen
ist), aber da brauche ich viel Zucker, viel Milch
und manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt
hin und wieder Kaffee trinken, denn meiner schmeckt
sicherlich nicht mehr danach, als wäre er mal
eine Bohne gewesen.
 |
Egal,
brauche ich manchmal, glücklicherweise
nicht täglich. Süßstoff kommt
nicht in Frage und Honig kann ich da ja schlecht
rein machen, wobei wir auch hier bei den Getränken
wären, bei denen ich auch meine Portion
Zucker einfach nicht verzichten möchte.
Ich
bin ja froh, kein Cola-Problem zu haben, denn
hätte ich eins, dann hätte ich wirklich
eins. Dennoch bringt es mich in der Gesamtheit
auch nicht viel weiter.
|
Schlussendlich habe
ich mir mal gedacht, dass ich vielleicht einfach auf
Fitnessprodukte umsteige, aber Pustekuchen. Ich hab
in einer als Welnessdrink-mit-wenig-Fett angepriesenen
Flasche Trinkjoghurt Sahne entdeckt, und wenn man
diese wenig-Fett-Sachen mal genauer unter die Lupe
nimmt, findet sich da so viel Zuckerzusatz in verschiedensten
Varianten, dass man sich gleich davon abwenden kann.
Es
ist unglaublich, wie irreführend das alles ist,
und es noch viel unglaublicher, wie viele Stunden
man für einen kleinen Einkauf braucht, wenn man
mal genauer hinschaut. An manchen Tagen hab' ich dann
echt keinen Bock mehr und kaufe wahllos, denn ich
hab keine Lust, mir meinen Tag zu verderben oder Zeit
zu verschwenden, in dem ich stundenlang da stehe,
die Inhalte lese und mir bestätigen lasse, dass
überhaupt nichts Gesundes drin ist, auch wenn
groß und breit "gesund und fettarm"
draufsteht.
Es
ist unglaublich, wie sehr die Firmen sich um die Tatsachen
lügen, und wie viele Leute drauf reinzufallen
scheinen, nur weil Wellness drauf steht. "Bio"
ist da auch so ein Thema für sich. Das boykottiere
ich mittlerweile übrigens, denn wo "Bio"
draufsteht ist oft nur Lüge oder Oberflächlichkeit
drin bzw. Würmer, aber das gehört in einen
anderen Aufsatz.
Ich
habe mich übrigens auch darüber informiert,
wie man am besten plant. Mal heißt es, man solle
täglich so und so viel Fett und Kalorien zu sich
nehmen und nicht mehr, der neuste Tipp ist, das auf
den ganzen Monat zu verteilen und zu sagen: zwei Tafel
Schokolade in einem Monat, wenn ich die an einem Tag
esse, bin ich selbst Schuld, aber gebe mir dann nicht
'nen psychischen Stress, was natürlich klug klingt
und wohl auch klug ist.
Manchmal
aber denke ich mir dann in meinem Frust, ich sollte
für den Rest meines Lebens planen und wenn ich
10 Tafeln am Tag esse, macht es dann ja auch nichts
aus. Schade nur, dass ich nicht weiß, auf welche
Zeit ich planen muss. Denn wenn ich jetzt wüsste,
dass ich nur noch einen Tag zu leben hätte, dann
wäre es mir diesen Stress garantiert nicht mehr
wert.
Nun,
ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Ach
ja: ich bin für die Ampel auf den Lebensmitteln,
auch wenn sie wieder irgendwas finden werden,
um die Kunden zu täuschen - die lieben
Firmen.
Aber
noch viel lieber wäre mir ganz eindeutige
Aussagen und das Verbot "Gesundheit"
zu verkaufen, wenn doch gar keine drinsteckt,
und diese Aussagen sollten sich auf das Gesamtprodukt
beziehen und nicht auf einzelne Inhaltsstoffe,
die sowieso keiner versteht.
Danke
fürs Zulesen ;)
aBraXaS
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